Rezension: Die Enden der Welt

Es stand einige Zeit auf meiner Wunschliste und Ende letzten Jahres habe ich es dann geschenkt bekommen: „Die Enden der Welt“ von Roger Willemsen. Der Rückentext war es damals auch, der mich dazu gebracht hat, das Buch lesen zu wollen. Ich zitiere: „Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. An all diesen Orten kam es zu außergewöhnlichen Ereignissen und bemerkenswerten Begegnungen – Geschichten fulminant erzählt und gesättigt von den Farben der Welt.“

Ich persönlich stehe auf Reiseberichte jedweder Art. Es sind meistens Erzählungen von einer anderen Welt. Wen man reist, begibt man sich auf den Weg Neues zu erfahren, etwas das man dann in Worte fassen kann, um den Lesern eine ganz eigene Vision zu vermitteln. Ich war also recht euphorisch, als ich angefangen habe „Die Enden der Welt“ zu lesen. Ein erster Blick in das Buch verheißt dann auch viel: Willemsen erzählt seine Erlebnisse von der Eifel bis zum Senegal. Gutes Rüstzeug um den Leser einzufangen.

Schon nach den ersten Seiten wird mir jedoch klar das „Die Enden der Welt“ eines nicht ist: ein gutes Buch. Warum? Fangen wir damit an, das die einzelnen Erzählungen nicht wirklich den Eindruck vermitteln als würden sie am Ende eine komplette Geschichte ergeben. Oft weiß man nicht einmal genau, wann eine Geschichte spielt und ob die eine Episode möglicherweise chronologisch vor einer anderen geschehen ist. An einigen Stellen kann man es erahnen aber sicher sein kann man sich nicht. Was jedoch sehr viel schwerwiegender ist, ist der Umstand eine Sprache benutzt, die komplizierter und unaussagekräftiger nicht hätte sein können.

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Was ist eigentlich Kurkuma?

Nachdem ich mir heute Mittag eine asiatische Gemüsepfanne gemacht habe, fragte ich mich was eigentlich Kurkuma ist. Bisher habe ich es einfach als Gewürz eingesetzt, vor allem bei asiatischen Gerichten, mich aber nie gefragt was ich da eigentlich genau benutze.

Kurkuma wird auch Gelbwurzel genannt und ist vor allem im Südostasiatischen Raum kultiviert. Es ist eine Ingwerartige Pflanze und neben zahlreichen förderlichen gesundheitlichen Wirkungen, färbt es auch das Essen gelb. Das ist ein netter Nebeneffekt, vor allem weiß es wesentlich günstiger als Safran ist. Tolle Sache dieses Kurkuma.


Hühnchen Gong Bao: Schnell und lecker

Um genau zu sein heißt das Gericht „gōngbăo jīdīng“. Es handelt sich dabei um ein chinesisches Gericht und übersetzt heißt es in etwa „Gericht mit Hühnerfleisch“. Und da soll noch einer sagen die Chinesen kommen nicht auf den Punkt. Soweit ich das feststellen konnte, hat das Gericht seinen Ursprung im China des 19. Jahrhunderts. Sehr oft wird dieses Gericht auch unter dem Namen „Kung Pao“ oder „Gung-Bao“ angeboten. Besonders die „Kung-Pao“ Schreibweise kenne ich aus chinesischen Restaurants in den USA.

Meine erste große Abweichung vom Original ist die, das ich Pute anstatt Huhn genommen habe. Was einfach daran lag, das ich kein Hühnchenfleisch zur Hand hatte. Macht aber nichts, es war trotzdem lecker und geschmacklich macht es kaum einen Unterschied, da vor allem die Soße der Geschmacksträger ist und weniger das Fleisch.

Gong Bao ist relativ einfach. Am Anfang schneidet man das Huhn in handliche Stücke. Ich persönlich bevorzuge kleine Würfel aber man kann es auch in größeren Stücken belassen oder aber – wie oft in Chinarestaurants gesehen – in Streifen schneiden. Die Würfel dann in Mehl wälzen, bis sie von allen Seiten bedeckt sind. Dann mit einem neutralen Öl in die Pfanne und rundherum anbraten, bis es schön braun ist. Dann das Fleisch raus und eine Handvoll Erdnüsse anbraten, die dann auch aus der Pfanne entnehmen und zum Fleisch geben.

Als nächstes Scharloten klein schneiden, auch hier wieder so wie man es mag und in die Pfanne, ebenso eine Handvoll – ich habe drei Zehen genommen – klein geschnittenen Knoblauch. So lange in der Pfanne lassen, bis die Scharloten glasig geworden sind. Dann drei bis vier klein geschnittene Chilischoten (je nachdem wie scharf man es haben möchte) dazugeben, drei bis vier Esslöffel Bambussprossen oder Mungobohnenkeimlinge hinzugeben, ein wenig in der Pfanne lassen und ein wenig brauen Zucker bestreuen. Wenn der Zucker karamellisiert hat, das ganze mit einem Glas Weiß- oder Reiswein ablöschen und einkochen lassen.

Während des Einkochvorgangs mit Sojasoße, Rotem Pfeffer, Ingwer und Salz abschmecken. Ich persönlich habe bei 400 Gramm Putenfleisch etwa drei Esslöffel Sojasoße, ein Esslöffel Pfeffer und vier Gramm Ingwer genommen. Aber da steht in erster Linie der persönliche Geschmack im Vordergrund. Ein super Gericht, das schnell und einfach zubereitet ist. Das nächste mal werde ich eventuell, anstatt der Erdnüsse Cashews nehmen und vielleicht ein paar Wasserkastanien hinzugeben. Mal schauen. Guten Appetit!


Meine Spaghetti Frutti di Mare

Ich hatte seit gestern unglaubliche Lust auf Meeresfrüchte und so habe ich mich heute an Spaghetti Frutti di Mare gemacht. Es war auf jeden Fall superlecker, insbesondere mit der Scheibe Ciabatta Brot die ich mir dazu gegönnt hatte.

Ein echtes Rezept hatte ich nicht aber dafür eine genaue Vorstellung davon, wie es aussehen und schmecken soll. Ich habe also klein geschnittenes Knoblauch und geviertelte Cherry Tomaten in Olivenöl angeschwitzt, danach gemischte Meeresfrüchte hinzugegeben (Garnelen, verschiedene Muscheln, Tintenfisch, etc..) und alles gemeinsam für mehrere Minuten im Olivenöl köcheln lassen. Dann habe ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Thymian abgeschmeckt.

Simultan habe ich die Nudeln gekocht und kurz bevor sie al dente waren, habe ich sie in die Pfanne zu den Meeresfrüchten gegeben. Dann habe ich alles vermischt, die Pfanne ausgemacht und noch eins bis zwei Minuten ziehen lassen. Schön heiß alles auf den Teller, Parmesan drüber und die Scheibe Brot dazu. Super lecker und hat nicht länger als 20 Minuten gedauert.


Followfish ist ein geiles Konzept

Fisch ist wichtig, nahrhaft und man sollte ihn eigentlich eins bis zwei Mal die Woche essen. Was hat mich bisher davon abgehalten, das zu tun? Nun ja, zum einen war bis vor Kurzem meine Essensgewohnheiten ziemlich, sagen wir einmal, verkorkst. Dann wusste ich nicht wirklich, wie man Fisch lecker zubereitet und zu guter Letzt ist Fisch eines der Produkte, die man nur ausgewählt essen kann, wenn man sich die Überfischung der Meere und die Belastung mit Schadstoffen anschaut.

Punkt 1 und 2 konnte ich erfolgreich tilgen. Ich bin wieder auf einem guten Weg, was die Ernährung angeht. Damit einher ging auch, dass ich mich wesentlich intensiver mit dem beschäftigt habe, was bei mir auf dem Teller landet. Ich koche nicht nur sehr viel mehr, ich schaue auch ganz genau welche Lebensmittel ich wo einkaufe. Punkt 3, nämlich das Problem der Überfischung und der Schadstoffe geht dann einher mit den veränderten Kaufgewohnheiten.

Infolgedessen bin ich auf Followfish gestoßen. Ein tolles Projekt, welches sich auf biologisch und ökologisch einwandfreie Produkte eingeschossen hat. Der Fisch ist teurer als das 0815 Produkt diverser Discounter aber es lohnt sich. Mit einem Code kann man genau nachprüfen, wo der Fisch herkommt und einige Details sind auch schon auf der Packung angegeben. Eine tolle Sache, die ich weiter unterstützen werde. Ich freue mich wieder auf mehr Fisch!



Eisbären Kannibalismus

Kinder, Tiere und nackte Frauen. Themen, die immer gerne genommen werden, um ein paar Leser zu fesseln. So etwas in der Art habe ich mir gedacht, als ich heute eine der Schlagzeilen der BILD gesehen habe, in der es darum ging, das ein Eisbär sein eigenes Junges aufgefressen hat. Der Grund dafür ist natürlich (Trommelwirbel) der Klimawandel. Was sonst? Das ist ja auch fast noch besser: Da wird ein putziges Eisbärjunges gefressen und man kann es noch mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Das gibt bestimmt noch ein paar Klicks mehr.

Das es sich dabei nicht wirklich um etwas neues handelt, war selbst dem Journalisten bewusst, der den Artikel verzapft hat, schreibt er doch das die ersten Fälle bereits 2004 aufgetaucht sind. Übrigens hat auch der Spiegel bereits 2006 einen ähnlichen Artikel online gestellt. Warum also die News jetzt? Ganz klar: Es gibt nun noch ein paar schockierende Bilder dazu. Da reiht sich also heute bei BILD Online das tote Eisbärenjunge zwischen den Anschlag auf Jo Ackermann und die Goldmedaille von Britta Steffen bei der Kurzbahn EM.

Wer sich übrigens wirklich dafür interessiert, warum Eisbären zu Kannibalen werden können, dem sei ein Artikel aus dem Jahre 2005 ans Herz gelegt, der in der Fachzeitschrift „Polar Biology“ erschienen ist. Verfasst übrigens von Steven C. Amstrup, demselben Forscher den auch die BILD für ein Zitat herangeschliffen hat.


Precht fordert Soziales Pflichtjahr für Rentner

Richard David Precht ist wohl einer der bekannteren Philosophen in Deutschland. Er hat unter anderem das Buch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ geschrieben und ist gern gesehener Gast in diversen Talkshows und oft zitiert in diversen Boulevard-Blättern. Precht fordert seit einiger Zeit ein soziales Jahr für Rentner, unter anderem um das Problem der weggefallenen Zivildienstleistenden zu lösen. Damit stößt er bei den meisten Menschen in Deutschland auf wenig Gegenliebe.

Zuerst ließ er Derartiges in einem Interview mit dem STERN verlauten, dann war er bei Anne Will in der Sendung, wo er sich mit den anderen Gästen in die Haare bekam und zu guter letzt kam natürlich auch die BILD Zeitung nicht um die Thesen von Herrn Precht herum. Dies wurde mit einem netten, zusammenfassenden Artikel gewürdigt. Der – nichts anderen ist man gewohnt – die meisten Informationen Außen vor lässt und vor allem durch Polarisierung glänzen kann.

Zumindest möchte Precht das Ganze nicht unter Strafe stellen, wobei er es als eine gute Idee empfinden würde, dass man all jenen Rentnern, die nicht an dem Programm teilnehmen könnten, die Rente kürzen sollte. Nett von dem Herrn Precht, oder? Seiner Meinung nach würde es aber gar nicht so weit kommen. Er ist der festen Überzeugung, dass 99 Prozent der Rentner so eine Aktion gerne mitmachen würden. Tja, wenn man sich so die Reaktionen der Menschen auf der Straße anschaut, kann ich daran nicht so wirklich glauben.

Für mich eine Schnapsidee, die vor allem daher rührt, dass Richard David Precht momentan an einem Aufmerksamkeitsdefizit leidet, das er nun mit markigen Sprüchen auszugleichen versucht. Leider Gottes funktioniert das ja auch. Die Leute dreschen ja wieder auf ihn ein. Muss ein tolles Gefühl sein. Den einzig bemerkenswerten Satz den Precht in der ganzen Anne Will Sendung von sich gegeben hat, war ein Zitat von Schopenhauer. Aber solche Philosophen gibt es ja heute gar nicht mehr.


Chin Meyer kann nur Lustig?

Markus Lanz – seines Zeichens ZDF-Vorzeigetalker – hat heute wieder zum Gespräch geladen. Mit dabei waren Karl Moik, Grünen Politikerin Bärbel Höhn, Pirat Gerwald “Faxe” Claus-Brunner, Journalist und Autor Dr. Hajo Schumacher und Finanzkabarettist Chin Meyer. Das Thema war „PPP“ (Nein, nicht Power Point Präsentation und auch nicht das Point-to-Point Protocol): Probleme, Penunzen und Piraten.

Ein echtes Thema, das alle gefesselt hätte, konnte ich nicht erkennen. Es ging um alles Mögliche, von der Art und Weise wie sich die Piraten nun in der Politik mache über Drogen bis hin zu Moik-Zögling Stefan Mross. Eigentlich hatte jeder etwas zu sagen, bis auf Chin Meyer. Bei dem Kabarettisten habe ich mich allen Ernstes gefragt, was der da überhaupt gemacht hat. Bezeichnend war auch, dass er nicht mal auf der ZDF-Webseite bei den heutigen Gästen von Markus Lanz aufgeführt worden ist. Da hat die ZDF-Online Redaktion wohl ähnlich gedacht wie ich.

Chin Meyer hat während der ganzen Sendung kein einziges vernünftiges Wort von sich gegeben. Jedes einzige Argument, jeden Diskussionsansatz hat der Meyer durch den Kakao gezogen. Ein paar Mal hatte ich gehofft das einer der Gäste oder vielleicht sogar der Moderator einfach mal sagt: „Chin, halt die Fresse, wenn Du nichts Vernünftiges zu sagen hast.“ Kam aber leider nichts. Schade.


Winterpoesie

Wenn der Winter mit langen Schritten naht

Dunkle Wolken die Tage verkürzen

Der Schmerz schneidend wie ein Messer wird

Dumpf wie ein Schlag ins Gesicht

Es fließt kein Blut, hinterlässt keine Narben

Und doch fordert er seinen Tribut

Lange Gesichter, wie die Schritte des Winters

Leere Flaschen und dreckige Gläser

Für Tränen fehlt der Mut

Für das Schreien fehlt die Kraft

Dunkle Wolken verkürzen die Tage

Wenn der Winter mit langen Schritten naht


Wenn man jemanden trifft

Das eigene Gedächtnis arbeitet mal gut und mal weniger gut. Heute war ich mit einem guten Freund am Main spazieren, nachdem wir uns dazu entschlossen hatten, um den Weihnachtsmarkt – der viel zu überfüllt war – einen großen Bogen zu machen. Wir plaudern also über Gott und die Welt. Tatsächlich ging es im speziellen um die narzisstische Depression, das aber nur am Rande erwähnt. Fast bei der Baustelle der neuen EZB angekommen, ist da dieser Typ. Ich nicke kurz und sage Hallo. Er auch. Aber wer zu Hölle war das?

Es geht mir des Öfteren so. Ich sehen Menschen. Ich kenne ihr Gesicht aber ich weiß weder ihren Namen, noch wer genau sie sind. Das Fantastische ist, das es diesen Menschen genauso zu gehen scheint. Zufall oder System? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht aber es ist doch schon kurios, oder?

Ich habe mir überlegt das es vermutlich einen Grund hat, warum man diesen speziellen Menschen nicht mehr auf dem Schirm hat. Vielleicht war es einfach jemand mit dem man nichts mehr zu tun haben möchte und daher schon vor Jahren den Kontakt abgebrochen hat. Vielleicht sind es aber auch nur Menschen, die man hin und wieder sieht ohne sie wirklich zu kennen. Etwas in der Art wie der Kassierer im Supermarkt oder ein Kellner. Am Ende des Tages wird es schon Gut sein so wie es ist.


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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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