Es stand einige Zeit auf meiner Wunschliste und Ende letzten Jahres habe ich es dann geschenkt bekommen: „Die Enden der Welt“ von Roger Willemsen. Der Rückentext war es damals auch, der mich dazu gebracht hat, das Buch lesen zu wollen. Ich zitiere: „Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. An all diesen Orten kam es zu außergewöhnlichen Ereignissen und bemerkenswerten Begegnungen – Geschichten fulminant erzählt und gesättigt von den Farben der Welt.“
Ich persönlich stehe auf Reiseberichte jedweder Art. Es sind meistens Erzählungen von einer anderen Welt. Wen man reist, begibt man sich auf den Weg Neues zu erfahren, etwas das man dann in Worte fassen kann, um den Lesern eine ganz eigene Vision zu vermitteln. Ich war also recht euphorisch, als ich angefangen habe „Die Enden der Welt“ zu lesen. Ein erster Blick in das Buch verheißt dann auch viel: Willemsen erzählt seine Erlebnisse von der Eifel bis zum Senegal. Gutes Rüstzeug um den Leser einzufangen.
Schon nach den ersten Seiten wird mir jedoch klar das „Die Enden der Welt“ eines nicht ist: ein gutes Buch. Warum? Fangen wir damit an, das die einzelnen Erzählungen nicht wirklich den Eindruck vermitteln als würden sie am Ende eine komplette Geschichte ergeben. Oft weiß man nicht einmal genau, wann eine Geschichte spielt und ob die eine Episode möglicherweise chronologisch vor einer anderen geschehen ist. An einigen Stellen kann man es erahnen aber sicher sein kann man sich nicht. Was jedoch sehr viel schwerwiegender ist, ist der Umstand eine Sprache benutzt, die komplizierter und unaussagekräftiger nicht hätte sein können.





