Als Vater von zwei Töchtern fragt man sich hin und wieder ob man alles richtig macht, ein guter Vater ist oder auch kurz, ob man einen guten Job erledigt. Es gibt Tage da stellt man alles in Frage: Erziehungsmethoden, schon erzielte Erfolge und auch die schönen Momente. Dann gibt es aber auch wieder Momente, in denen man für alles belohnt wird was man tut.
Wenn ich irgendwelche Horromeldungen in den Nachrichten sehe oder in der Zeitung lese, in denen es darum geht das Eltern ihren Kinder etwas schreckliches antun, bin ich immer furchtbar betroffen. Es ist, denke ich, dass Gefühl der Hilflosigkeit aber auch ein vollkomenes Fehlen des Verstehens. Bei aller Empathie, die ich besitze oder auch nicht, ist es mir nicht einmal im Ansatz möglich, solche Menschen, sofern es sich dabei noch um Menschen handelt, zu verstehen.
Das sind dann Momente, in denen ich spät Nachts nochmal in das Zimmer meiner Kinder gehe und sie einfach nur anschaue, wie sie ruhig schlafen und sich sicher sein können, dass ihr Vater immr für sie da ist und das sie, was auch kommen mag, sich immer darauf verlassen können. Manchmal würde ich sie einfach nur gerne in meine Arme schließen und vor allem Bösen da draussen beschützen, mein Leben geben um sie glücklich zu sehen. Dennoch weiß ich, dass in irgendwann, irgendjemand weh tun wird: der erste Freund, der sie verlässt, eine Freundin die sie enttäuscht, etc… Ich weiß es gehört zum Leben dazu, doch ich würde es ihnen gerne abnehmen und trotzdem ermöglichen das sie ihre Erfahrung daraus ziehen, wohlwissen das dies nicht möglich ist.
Was macht einen guten Vater aus, was denkt ihr?
Das Bild oben zeigt übrigens meine älteste Tochter Emily. Es ist mein Lieblingsbild!



Juni 23rd, 2009 on 17:40
Das ist eine gute Frage. Ich bin selber Vater von einem 2 Jährigen Sohn und habe zugegebenermaßen einfach zu wenig Zeit. Aber ist man deshalb ein schlechter Vater? Ich denke nicht….Wenn man seine Liebe zu den KIndern zeigt dann ist man sicherlich kein schlechter Vater.
Juni 23rd, 2009 on 23:36
Ein guter Vater……?
Deine Gedanken versteh ich sehr gut Andy. Die Frage stell ich mir bei meinen drei Söhnen sehr oft.
Letztendlich stellt es sich erst später, wenn die Kinder erwachsen geworden sind heraus, ob man ein guter Vater war oder nicht. Wenn die Kinder später gerne wieder zu Besuch kommen und sich darüber freuen, die Eltern wieder zu sehn, denk ich hat man was richtig gemacht.
Zeit mit den Kindern aktiv zu verbringen ist übrigens DIE Schlüßelaufgabe als Vater überhaupt. Das ist DAS Geheimnis schlechthin. So simpel und doch so schwer.
Ich bin der Meinung, dass Kinder Worte wie “Ich liebe dich” o.ä. nicht verstehn, bzw. begreifen können. Das ist einfach nur zu abstrakt. Denn was heisst das schon?! Das kann ja jeder sagen.
Nur wenn man Zeit mit ihnen verbringt, drückt man seine Liebe den Kindern gegenüber aus, zeigt man den Kindern, dass man sich für sie interesiert und sie wertschätzt und respektiert. Nur so kann man als Vater den Kindern ein echtes feedback geben, damit sie erfahren, dass sie geliebt sind und es nicht nur wissen. Was sich wiederum nicht unwesentlich auf das Selbstwertgefühl der Kinder auswirkt.
Mehr Zeit für die eigenen Kinder! Genau das macht einen guten Vater aus, meiner Meinung nach.
Allerdings vorausgesetzt alles andere drumherum stimmt auch, wie etwa Arbeit, Wohnung, Familienleben, etc.
Als Buchtip kann ich übrigens das folgende nur wärmstens empfehlen:
“Mein Papa und ich!: Der Vater-Kind-Ratgeber des Mehr Zeit für Kinder e. V”
Juni 24th, 2009 on 00:03
Zum ersten, da kann ich mich nur anschließen, ich kann nicht das geringste Verständnis aufbringen für Jemanden, der sein Kind mißhandelt oder verkommen lässt, und es treibt mich jedesmal zur Weißglut, wenn dann vor allem für Mütter von der Gesellschaft immer wieder “Entschuldigungen” gesucht werden. Ja, sicher speilen da viel Gründe eine Rolle, aber wer ein Kind machen kann, der soll mal ein bißchen über die Verantwortung nachdenken…..
Und Deine Frage, ob Du ein guter Vater bist – ich denke, allein, dass Du Dir diese Frage stellst, beantwortet sie fast schon
. Zeit allein macht es nicht, seinem Kind Halt und Geborgenheit und Werte zu vermitteln, ist ganz wichtig.
LG vivi
Juni 24th, 2009 on 08:09
Gewalt kann und ist nicht gut, jeder kann froh sein ein
gesundes Kind zu haben und zu hoffen das es so bleibt
Deine Zeilen haben mich schon ergriffen, denn Ich
als deine Mutter –warst Du für mich immer das wichtigste
auf der Welt–Es stellt sich immer die Frage ” Hab ich alles
richtig gemacht ?????”
Juni 24th, 2009 on 23:43
Ich denke auch das Zeit sehr wichtig ist, vielleicht aber nicht unbedingt die Quantität, viel mehr die Qualität. Die Zeit die man mit seinen Kindern verbringt, sollte auch wirklich den Kindern gelten, nicht das sie nur nebenher laufen.
Aber auch Werte vermitteln, dass eigene Verständnis von Moral und Ethik sind sicherlich sehr wichtige Punkte, wobei man da sicherlich auch viel tun kann durch das Vorleben dieser Ideale. Kinder schauen sich ja unglaublich viel ab, sowohl das gute aber auch das schlechte.