Angestoßen durch ein Beitrag im Blog von MILLUS, möchte ich dieses Thema auch mal aufgreifen, weil es mir einfach unter den Nägeln brennt ein solches Vorgehen, welches im Endeffekt nichts anderes ist als inflationärer und uneffektiver Aktionismus, an den virtuellen Pranger zu stellen.

Heise schreibt folgendes:

„Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich auf ihrem Frühjahrstreffen in Bremerhaven am heutigen Freitag auf ein schärferes Vorgehen gegen “Killerspiele” geeinigt. In einem heise online vorliegenden Beschluss fordern die Innenpolitiker ein schnellstmögliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Video- und Computerspiele, “bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen” ausmacht. Eingeschlossen sein sollen Games mit “anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen”.“

Warum wird so etwas gemacht? Ganz persönlich glaube ich zwar nicht, dass ein solcher Gesetzesentwurf jemals durchkommen würde, doch alleine der Versuch so etwas komplexes wie die menschliche Psyche und damit verbundene Dinge, wie beispielsweise Amokläufe, die ja den Stein des Anstoßes waren, auf so etwas banales wie Killerspiele zu reduzieren, eigentlich nur als Angriff auf jeglichen intelligenten Menschen gelten kann.

Es ist genau so wie die Sicherheitskontrollen an Flughäfen, die niemals einen Terroristen davon abhalten könnten, Sprengstoff oder Waffen an Bord zu schmuggeln, aber den Menschen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln sollen, dass so einfach nicht gegeben ist.
Ich glaube es ist die Machtlosigkeit, die sich Politiker nicht eingestehen können. Das es etwas gibt, dass sie weder erklären, noch schön reden können.

Wie seht Ihr das?

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