Ich war letzte Woche, gemeinsam mit meiner Frau, in dem neuen Film von Peter Jackson: „District 9“. Während meine Frau so gut wie gar nichts über den Film wusste, hatte ich schon einige Trailer gesehen und bin mit einer gewissen Erwartung ins Kino gegangen.

Um es zu aller Anfang kurz zu machen: meine Erwartung wurde nicht erfüllt. In diesem Fall war das aber nicht schlecht, der Film war einfach so komplett anders, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. In den Trailern konnte man erahnen, dass es sich um ein Actionspektakel handelt und ja, es gab auch zahlreiche Actionmomente in dem Film, doch diese waren weder alleiniger Inhalt, noch das aufsehenerregendste an „District 9“.

Worum geht es in „District 9“?
Vor 20 Jahren ist ein gigantisches Mutterschiff einer außerirdischen Rasse in die Atmosphäre der Erde eingetreten und hat schließlich direkt über Johannesburg Halt gemacht. Nach einigen Monaten, in denen sich keinerlei Aktivität gezeigt hat, wurde entschieden einen Blick in das Innere zu werfen. Im Inneren befanden sich etwa 1 Millionen Aliens, welche stark abgemagert waren und scheinbar Hilfe benötigten. 20 Jahre später, also heute, wurde ein gigantisches Ghetto in Johannesburg gebaut um dort die Aliens einzupferchen. Der Film geht eigentlich ab dem Moment richtig los, in dem die Behörden versuchen, District 9, so der Name des Ghettos, zu räumen und die Aliens umzusiedeln, die in der Zwischenzeit alles andere als gern gesehen Gäste auf der Erde und in Südafrika sind.

Der Film ist einfach beklemmend, weil er einen sehr hässlichen Wesenszug der Menschheit aufdeckt: Gier. Stellenweise war es vollkommen ruhig im Kino und man hätte eine Stecknadel fallen hören, so zumindest die Beobachtung meiner Frau, die ich an dieser Stelle nicht bestätigen kann, da ich von „District 9“ so gefesselt war, dass ich alles um mich herum vergessen habe.

Was soll ich sagen? Schaut euch „District 9“ an. Er ist gut, er ist anders!