Archive for Oktober, 2009

Tokio Hotel – Rauf und runter in den Charts

Jeder der mich auch nur einigermaßen kennt weiß, dass ich mit Tokio Hotel nun wirklich gar nichts am Hut habe. Aber warum dann dieser Blog-Eintrag? Ganz einfach! Mir geht ein Artikel der BILD Zeitung wieder mal tierisch auf den Sack, in dem über den Chartabsturz von “Humanoid”, dem neusten Album, spekuliert wird.

Dabei muss man zudem noch anmerken, dass “Humanoid” von Platz 1 auf Platz 25 gerutscht ist. Der 25. Platz ist etwas, von dem die meisten Musiker nur träumen können, von einem Platz in den Top Ten mal ganz zu schweigen. Da muss man auf jeden Fall mal auf dem Teppich bleiben. Dann entspricht ein solches “Absturz” lediglich dem regulären Konsumverhalten, wie es sich bei so gut wie allen Platten zeigt. Was passiert nämlich genau bei der Chartverfolgung? Alle Fans gehen, sobald die Platte draussen ist, in den Laden und kaufen sich das Ding. Das führt dazu, dass ein Album in der ersten Woche extrem hoch einsteigt. Nicht selten ist es sogar so, dass bereits in der zweiten Woche ein Album gar nicht mehr in den Charts ist.

Was mich daran ärgert ist, dass die BILD das natürlich weiß und wenn Sommer wäre, würde ich darauf tippen das wir uns gerade in einem Sommerloch befinden, wenn die so einen Scheiss in die Welt setzen. Hauptsache ein reisserischen Artikel, so das möglichst viele Klicks bzw. Leser gezogen werden. Ja, dass nennt man Boulevard-Journalismus in höchster Vollendung.


Lesung „Neue Ufer“ – Buchmesse Con

Der 24. Buchmesse Con in Dreieich, in der Nähe von Frankfurt war ein voller Erfolg. Meine Lesung von „Neue Ufer“ begann ein paar Minuten später als geplant, da meine „Vor-Leserin“ ein wenig überzogen hatte – war aber nicht schlimm. Alles in allem war die Lesung wirklich gut. Der Saal war nicht nur voll, ich schätze mal so um die 30 Zuhörer, sondern es gab auch recht gute Reaktionen.

Der Applaus bei einer Lesung ist ja beinahe obligatorisch aber am Ende gab es auch einige Fragen zu dem Roman und dem Hintergrund, was zeigt das die Leute ganz gut darauf reagiert haben. Desweiteren konnte ich einige neue Kontakte knüpfen, sowohl zu Kollegen als auch Verlegern und nicht zuletzt war es wieder mal eine gute Gelegenheit alte Freunde zu treffen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Buchmesse Con, dann in der 25. Auflage.


He’s got the feeling

Wieder mal zum Thema “Musikalische Fundstücke im Netz”. Manchmal ist es doch wirklich unglaublich was da für Rohdiamanten in der Welt rum laufen und noch nicht den Weg auf die große Bühne gefunden haben oder vielleicht auch nicht wollen. Das Video hier, sieht man mal von dem “Gequatsche” am Anfang ab, ist wirklich gut. Mich hat es auf jeden Fall gepackt. Anhören, genießen.


Geschichten die das Leben schreibt

Ich habe wieder mal bei einer meiner Facebook-Buddys ein geiles Video gefunden, dass ich einfach mal hier zeigen muss. Es zeigt wie unglaublich wichtig gute Geschichten sind. Einfach anschauen und genießen.

video_story1


Verblendung

Die Tage war ich mit einem Freund in dem Film „Verblendung“. Irgendwie sind wir zufällig darauf gestoßen und da es ein wenig abseits des Mainstreams ist, alleine schon weil es ein schwedisch-deutsche Produktion ist, waren wir gespannt.

verblendungDas ganze basiert auf den Kriminalromanen „Millenium-Trilogie“ von Karl Stig-Erland Larsson(1954 -2004). Larsson war eine schwedischer Journalist und Schriftsteller und Mit-Herausgeber des antirassistischen Magazins Expo. Ich muss zugeben, dass ich die Romane nicht gelesen haben, Krimis sind auch nicht so mein Genre aber das anschauen war schon ein „Erlebnis“.

Worum geht es in „Verblendung“? Nun die Filminfo spuckt folgendes aus:

„Prickelnde Verfilmung des ersten Romans der “Millenium”-Trilogie von Stieg Larsson, in dem ein Journalist und eine Hackerin einem 40-jährigen Verbrechen auf die Spur kommen. Der aufrechte Investigationsjournalist Mikael Blomqvist von der unbestechlichen Zeitung “Millienium” lässt sich von dem 82-jährigen Patriarchen Henrik Vanger anheuern, das Mysterium um seine 40 Jahre zuvor verschwundene Nichte Harriet zu lösen. Der Zufall führt Blomqvist mit der sozial nicht unbedingt kompatiblen Hackerin Lisbeth Salander zusammen, die mit der Welt auf Kriegsfuß steht, sich aber als unschätzbare Hilfe erweist, als man auf Nazi-Machenschaften, sexuellen Missbrauch und Inzest stößt.“

An sich war der Film wirklich nicht schlecht, vom Hocker gerissen hat er mich aber auch nicht. Man hat gemerkt, dass da jemand auf Teufel komm raus das Buch verfilmen wollte und scheinbar wenig auf das Drehbuch geachtet hat. Die Schnitte sind manchmal komisch und es gibt einige unschöne Zeitsprünge.

Desweiteren gibt es eine ziemlich heftige Vergewaltigungsszene in dem Film. Ich meine ich bin wirklich der letzte, der etwas gegen ein wenig Sex & Crime in einem Film einzuwenden hat aber das ging meiner Ansicht nach ein wenig zu weit. Man hat auch gemerkt, dass es den anderen Zuschauern im Kino ähnlich ging: es war plötzlich mucksmäuschenstill.

Ich weiß nicht so Recht ob ich mir die anderen Teile antun werde, wenn sie denn ins Kino kommen.


Die Grenzen des Lebens

Ein toller Kurzfilm, über den ich bei Facebook gestolpert bin, nachdem ihn Christian Kathan dort gepostet hatte. Ich will eigentlich gar keine großen Worte verlieren. Schaut ihn euch einfach an. Bin gespannt was ihr davon haltet. Mich hat es bewegt.


Umberto Eco oder „Da geht was“

Hin und wieder werde ich dafür belächelt, dass ich Umberto Eco mag. Vielen ist er zu abgefahren, zu verquer in seinen Formulierungen oder in seinen Ideen zu wirr. Ich mochte Eco aber schon immer. Aber irgendwie wundert mich das nicht, da ich auch ein Riesen Fan der Literatur von Franz Kafka bin.

Ich habe wieder angefangen das „Das Focaultsche Pendel“ von Umberto Eco zu lesen, dass ich persönlich für sein bestes Buch, neben „Der Name der Rose“ halte. Was mich besonders an diesem Roman fasziniert ist einfach die Idee die dahinter steckt, eine Geschichte die so „verrückt“ ist, dass sie schon wieder genial ist.

Worum geht es in „Das Focualtsche Pendel“?

Nun, ich will nicht zu viel verraten, vielleicht will ja noch jemand das Buch lesen, nachdem ich hier eine Lobeshymne darauf geschrieben habe. *g*

Daher hier ganz einfach der Klappentext:

„Drei Mailänder Verlagslektoren, die beruflich ständig über okkulte Wissenschaften, Geheimbünde und kosmische Komplotte lesen müssen, stoßen auf ein äußerst rätselhaftes Dokument aus dem 14. Jahrhundert. Darin ist von alle 120 Jahre wiederkehrenden Zusammenkünften der »36 Unbekannten«, der Nachfahren der mysteriösen Tempelritter, die Rede. Die drei Spötter stürzen sich in das Labyrinth der Geheimlehren. Spielerisch erdenken sie eine gigantische Verschwörung. Aber dann merken sie, daß jemand ihre Phantasien ernst nimmt. Und der schreckt offenbar auch vor Mord nicht zurück …“


Die “Oliver Pocher Show”

Gestern Abend war es dann soweit und um 22:15 Uhr startete die „Oliver Pocher Show“ auf SAT1. Was soll ich sagen, ich war sehr skeptisch. Nicht nur weil ich mir sicher war, dass Pocher einfach nicht das Format hat, eine Late Night Show zu machen, sondern auch weil ich der Meinung war, dass es nur als Konkurrenzprodukt zu der „Harald Schmidt Show“ gedacht ist.

Ich bin kein Pocher Fan, war es nie und werde es wahrscheinlich auch nie werden aber ich hatte beschlossen, der „Oliver Pocher Show“ eine Chance zu geben. Man muss Menschen, also auch dem Pocher, zugestehen, dass sie sich entwickeln können. Wie sagte Doch ein Freund von mir gestern (es ging allerdings um Guido Westerwelle): „Ich mag den immer noch nicht aber seine Person hat mich nicht davon abgehalten seine Partei zu wählen.“ So ähnlich habe ich das im Bezug auf Pocher auch gesehen.

Das erste was mir bei der Show aufgefallen ist: Pocher war extrem nervös und die Gags ebenso flach. Vom Format her, ist es genau so angelegt wie man sich eine Late Night Show vorstellt: Pocher macht ein wenig Stand-Up, es gibt ein paar Einspieler und Gäste gibt es natürlich auch. Das nächste was mir dann aufgefallen ist: Pocher kann (noch immer) nicht sonderlich gut mit Menschen umgehen. Sowohl der erste Gast, Johannes B. Kerner, als auch der zweite, Shakira, konnten einem echt leid tun. Besonders Shakira. Beispiel: Sie sagte ihm, dass sie über zwei Dinge niemals im TV redet: Religion und Sex. In diesem Moment hatte sie das wirklich ernst gemeint, dass konnte man merken. Was macht Pocher als nächstes: er fragt sie ob sie mit ihm Sex im Kölner Dom haben will.

Muss man an dieser Stelle noch mehr sagen? Ich hab dem Typ eine Chance gegeben, mich als Zuschauer zu gewinnen, weil ich im Prinzip auf Late Night Shows stehe aber die „Oliver Pocher Show“ ist einfach so schlecht, dass es wirklich schon weh tut.


Kill Bill 3 soll kommen

Hand hoch, wer ist ein Quentin Tarantino Fan? Also zumindest ich kann von mir behaupten, dass ich ein großer Bewunderer des 46-jährigen Amerikaners bin, der, so denke ich, in vielen Belangen die Filmkunst revolutioniert hat. Wie komme ich auf da Thema? Ganz einfach!

Während ich mal so meine Blogroll durchgeklickt, bin ich bei einem Artikel auf der Seite von Millus hängen geblieben, der sich mit „Kill Bill 3“ beschäftigt hat. Obwohl ich, dass muss ich zugeben, kein großer Fan von den beiden „Kill Bill“ Teilen war, habe ich es mir dennoch durchgelesen und dabei festgestellt, dass Tarantino nicht nur definitv einen dritten Teil von „Kill Bill“ drehen will, sondern auch an eine Fortsetzung von „Inglorious Basterds“ denkt, ein Film der mich auf jeden Fall aus den Socken gehauen hat.

Zitat von Millus‘ Blog:

„In einer italienischen TV Show wurde Quentin Tarantino direkt gefragt, ob er einen dritten KILL BILL Film drehen wird und seine Antwort war ein deutliches und direktes JA. Auch denkt er gerade über eine Fortsetzung von Inglourious Basterds nach. Eine Fortsetzung von Pulp Fiction wird es aber nie geben.“

Da werde ich mal gespannt der Dinge harren, die da kommen mögen.


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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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