Archive for Januar, 2010

Wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt

Vor einigen Jahren habe ich mir alle Teile von „Band of Brothers“ zugelegt, ein mehrteiliger Film der von HBO in Auftrag gegeben worden ist und unter anderem von Steven Spielberg realisiert worden ist. Es geht dabei um die Anfänge der Fallschirmspringer, im speziellen um eine bestimmte Einheit, die im 2. Weltkrieg auf der Seite der USA gekämpft hat. Aber eigentlich geht es hier nicht um „Band of Brothers“. Ich erwähne es nur weil es der Stein des Anstoßes ist, der mich dazu bewogen hat diesen Eintrag heute zu schreiben.

Das Ende des 2. Weltkrieges ist mehr als 60 Jahre her, was im Umkehrschluss bedeutet das es langsam aber sicher immer weniger Menschen geben wird, die aus eigener Erfahrung davon berichten können. Schon jetzt gibt es nur noch wenige, die aktiv am Krieg teilgenommen haben und in ein paar Jahren wird es niemanden mehr geben. Niemanden wie zum Beispiel Lewis Bennett, der Ende 2009 gestorben ist und davon erzählen kann, eigene Emotionen, eigene Erfahrungen einbringen kann.

Wenn wir das ganze mal weiterspinnen, wird es auch bald niemanden mehr geben, der aus zweiter Hand davon erfahren hat. Ich kann mich noch daran erinnern das mir mein Opa sehr eindrucksvoll davon berichtet hat, von seiner Zeit als Soldat, dem Krieg und seiner Zeit als Kriegsgefangener. Ich bin Baujahr 1973 und ich will nicht sagen das meine Tag gezählt sind – ich habe mir fest vorgenommen 100 Jahre zu werden und das bei bester Gesundheit – aber was passiert wenn es unsere Generation auch nicht mehr gibt? Wird dann der 2. Weltkrieg zu etwas ganz abstraktem, etwas das einem Spielfilm gleich, surreal und so weit weg? Werden dann die Menschen vergessen sein, die während dieser Zeit guter oder schlechtes getan haben?

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Gute Vorsätze für 2010…

Habe ich dieses Mal nicht gefasst und ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht mehr wann ich mir das letzte Mal so etwas wie gute Vorsätze für eine neues Jahr eingeredet habe, muss schon lange her sein. Trotz allem war das Jahr 2010 sehr ereignisreich und ich hoffe das alle Freunde und Fans dieses Blog gut in das neue Jahr rüberkommen sind.

Um das neue Jahr auch noch direkt mit etwas intelligentem zu begehen, habe ich mir gedacht, dass ich mal die Frage – vor allem für mich selbst – beantworte, wo eigentlich der Begriff „Guter Rutsch“ herkommt.

Dazu hier ein Fundstück aus den Weiten des Internets:

Wusstest du, dass der Silvesterwunsch «Einen guten Rutsch!» nichts mit Glatteis zu tun hat? Viele Sprachforscher glauben, dass der «Rutsch» vom hebräischen Wort für Neujahr kommt: Rosch Haschana. Mit einem «guten Rutsch» wünscht man also einen «guten Anfang».
Hebräisch ist eine Sprache, die viele Juden können. In Israel wird heute eine moderne Form davon gesprochen. Teile aus dem Hebräischen haben sich mit anderen Sprachen vermischt, zum Beispiel mit Deutsch. Daraus entstand vor langer Zeit das Jiddische. Diese Sprache benutzten Juden unter anderem im Osten Europas. Im Jiddischen wurde aus dem «Rosch» ein «Rutsch». Dieser Begriff floss dann – wie viele andere jiddische Wörter – in die deutsche Sprache ein.

Andere Forscher leiten den Silvesterwunsch auch vom alten Wort «Rutsch» für Reise ab. Wenn das stimmt, würde auch «Rutsch gut rein!» einen Sinn ergeben.

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