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Walter Scheel: Als die FDP noch interessant war

In der Politik geht es ja wieder einmal drunter und drüber. Die Regierung scheint handlungsunfähig, überall werden Investitionsversprechen gebrochen, die FDP ist eigentlich nur noch ein Schatten ihrer selbst und wie haben schon wieder einen Bundespräsidenten verloren. Nicht nur tragisch, sondern viele kleine Bausteine, die zu dem Ruf beitragen, den Politiker zur Zeit bei uns genießen.

Nachdem ich heute auf Phoenix eine Dokumentation über Walter Scheel gesehen habe, wird es so viel offensichtlicher, in welchem Umfang sich die Politik – speziell die der FDP – in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Ich persönlich kenne die Politik der FDP nur ab den 1970 und 1980er Jahren, die vor allem durch Hans-Dietrich Genscher geprägt war aber Scheel war schon, wenn man das so sagen kann, ein toller Hund.

Nach der Bundestagswahl 1969, als die FDP rund 1,9 Millionen Wähler verloren hatte, wurde Walter Scheel von einem Journalisten gefragt, ob dieses Ergebnis nicht eine Niederlage wäre. Walter Scheel sagt ohne Umschweife, dass das genau so ist. Man denke nur an das ganze Geschwafel von Rösler & Co., nachdem es mit der FDP in den letzten beiden Jahren nur noch bergab ging. Kein Vergleich. Ich sage nicht das früher alles besser war, das war es nicht. Aber wenn ich an Menschen wie Walter Scheel, Willy Brandt oder Helmut Schmidt denke, so kann ich für mich sagen, das dies zumindest noch echte Charaktere waren und keine Dummschwätzer, die nur heiße Luft von sich geben.

Foto: Flickr / Liberale


Tobias Schlegl moderiert Aspekte?

Das war schon ein rechter Schock, als ich heute die ZDF Sendung „Aspekte“ eingeschaltet habe und mit das Grinsegesicht von Ex-Viva Moderator Tobias Schlegl entgegengeschlagen ist. Anfangs dachte ich, dass ich die falsche Sendung eingeschaltet habe. War das vielleicht eine Satire oder eine Aspekte-Verballhornung? Nein! Es ist wahr: Tobias Schlegl moderiert tatsächlich „Aspekte“.

„Der hässliche Deutsche ist wieder da“, moderiert Schlegl den Bericht über den Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ und hat dabei eine Stimme und ein Gesicht, die ich schlicht und ergreifend nicht ernst nehmen kann. Ich gebe es zu, ich bin in der Sache nicht objektiv aber das muss ich an dieser Stelle auch nicht. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass Schlegl schlicht und ergreifend nicht in ein Format wie „Aspekte“ passt aber am Ende kann sich da jeder seine eigene Meinung bilden. Einziger Lichtblick für mich: Tobias Schlegl ist lediglich die Vertretung für Katty Salié. Ein Glück!



Erkennen wir Schönheit?

Auf Facebook machte ein englischer Text die Runde, der mich nicht nur sehr nachdenklich machte sondern auch dazu antrieb ihn ins Deutsche zu übersetzen und an dieser Stelle online zu stellen. Lest ihn euch durch und beantwortet die Frage für euch selbst.

An einem kalten Januarmorgen sitzt ein Mann in der U-Bahn Station in Washington DC und beginnt damit Geige zu spielen. In etwa 45 Minuten spielt er sechs Stücke von Bach. Geht man von der Tageszeit aus, so wurde angenommen, dass etwa 1.100 Menschen durch die U-Bahn Station laufen, die meisten auf dem Weg zur Arbeit.

Nach drei Minuten nimmt ein Mann mittleren Altes Notiz von der Musik. Er verlangsamt seinen Schritt, hält für ein paar Sekunden an und beeilt sich dann schließlich wieder, um in seinem Zeitplan zu bleiben.

Eine Minute später verdient der Geiger seinen ersten Dollar: Ohne anzuhalten wirft eine Frau das Geld in den Becher und geht weiter.

Weitere Minuten vergehen. Ein Mann lehnt sich an eine Säule und lauscht der Musik. Dann schaut er auf seine Uhr und verschwindet hastig. Es wird klar das er zu spät zur Arbeit kommt.

Am aufmerksamsten ist ein drei Jahre alter Junge. Seine Mutter treibt ihn zur Eile an aber der Junge bleibt stehen und hört dem Geiger weiter zu. Schlussendlich drängt die Mutter so lange, bis der Junge weiterläuft, jedoch nicht ohne seinen Kopf immer wieder einmal umzudrehen. Das selbe machen zahlreiche andere Kinder während der 45 Minuten. Ohne Ausnahme werden sie von ihren Eltern dazu angetrieben nicht stehen zu bleiben.

In der ganzen Zeit die der Geiger spielt, bleiben nur sechs Menschen stehen und hören eine Weile zu. Etwa zwanzig geben ihm Geld aber laufen weiter. Er nimmt insgesamt 32 Dollar ein. Als er schließlich aufhört zu spielen und Stille einkehrt, nimmt davon niemand Notiz. Keiner klatscht Beifall oder zollt dem Geiger Anerkennung.

Keiner weiß, dass es sich bei dem Geiger um Joshua Bell handelt, einem der talentiertesten Musiker weltweit. Er spielte in der U-Bahn Station eines der kompliziertesten Stücke überhaupt, auf einer Geige die einen Wert von 3,5 Millionen Dollar hat. Zwei Tage vor diesem Ereignis spielte er in einem ausverkauften Theater in Boston, in dem eine Karte durchschnittlich 100 Dollar gekostet hatte.

Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte in der U-Bahn Station inkognito und war Teil eines Experimentes, das von der Washington Post initiiert wurde. Es ging dabei um Erwartungshaltungen, Geschmack und die Priorisierungen von Menschen. Die Fragestellung war: Nehmen wir an einem gewöhnlichen Ort, zu einer unpassenden Zeit, Schönheit wahr? Hören wir auf es sie genießen? Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext?

Eine der möglichen Antworten könnte sein: Wenn wir uns nicht einmal Zeit nehmen, einem der besten Musiker zuzuhören, wie er die schönste Musik spielt die je geschrieben wurde, wie viele andere Dinge verpassen wir in unserem Leben?

Foto: Flickr / picale


Rezept: Pulled Pork

Ein typisches Gericht aus den US-amerikanischen Südstaaten. Besonders beliebt in North Carolina und Georgia. Während meiner Zeit in Atlanta habe ich Pulled Pork in verschiedenen Variationen gesehen und gegessen. In Georgia habe es immer wieder als ein alleinstehendes Gericht erleben dürfen, serviert auf einem Teller zusammen mit Home Fries, Kartoffelbrei oder auch einfach nur einem Stück Brot. Die andere Variante ist als eine Art Sandwich. In diesem Fall wird das Pulled Pork auf ein Sandwich- oder Hamburger Brötchen gelegt, oben drauf gibt es dann eine Portion Krautsalat und dann mit der anderen Brötchenhälfte zuklappen. Fertig ist das Pulled Pork Sandwich.

Traditionell wird Pulled Pork auf dem Grill, genauer gesagt mit dem Smoker gemacht. Es ist aber auch sehr gut möglich das Gericht mit dem Slow Cooker zuzubereiten. Auf diese Weise habe ich es gemacht. Was man dazu braucht ist eigentlich nur eine leckere Marinade oder Rub, Zwiebeln, BBQ-Sauche und das Fleisch. Am besten eignet sich Schweinenacken oder –schulter aber im Prinzip kann man auch jedes andere Teil nehmen das man in die Finger bekommt.

Ich habe ein Pfund Schweineschulter eingekauft und es etwa acht Stunden bevor ich mit dem eigentlichen Kochvorgang angefangen habe, es mit einem Rub-Mischung eingerieben. Wer nicht weiß was Rub ist: Es handelt sich dabei um eine trockene Gewürzmischung mit der man – wie es der Name vermuten lässt – das Fleisch einreibt und es mehrere Stunden einwirken lässt. Bei einem Rub gibt es so viele verschiedene Geschmacksvariationen wie bei herkömmlichen Marinaden. Man kann fertige kaufen oder auch selbst herstellen. Schaut euch einfach ein wenig um und experimentiert. Je nach Rub kann man das Fleisch auch vorher noch salzen und pfeffern. Ich habe darauf verzichtet, da ich in meinem Rub von beidem genug drin hatte.

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Hamza Kashgari an Saudi-Arabien ausgeliefert

In manchen Ländern ist die freie Meinungsäußerung – ohne Angst vor ernsten Konsequenzen befürchten zu müssen – nicht viel mehr als ein Wunschtraum. Trotzdem wagen Menschen immer wieder den Versuch aus den Fesseln, wie auch immer sie geartet sein mögen, auszubrechen. Einer von ihnen ist Hamza Kashgari aus Saudi-Arabien, ein Blogger so wie Du, ich und tausend anderer.

In Saudi-Arabien wurde er zum „Abtrünnigen“ erklärt und musste nach Protesten nach Malaysia fliehen. Nach Ansicht der saudischen Geistlichen hat der Blogger den Propheten Mohammed beleidigt. Die Tweets die Kashgari zum Verhängnis geworden sind, lauteten wie folgt:

Tweet 1: „An deinem Geburtstag werde ich sagen, dass ich den Revolutionär in dir liebte, der mich immer inspirierte. Aber ich mag den Heiligenschein nicht. Ich bete dich nicht an.“

Tweet 2: „An deinem Geburtstag sehe ich dich, wohin immer ich mich wende. Ich werde sagen, dass ich Dinge an dir liebte, Dinge hasste und viele andere Dinge nicht verstand.“

Tweet 3: „An deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor dir verbeugen, nicht deine Hand küssen. Ich werde sie schütteln wie ein Ebenbürtiger und dich so anlächeln wie du mich anlächelst. Und ich werde mit dir nur so sprechen wie mit einem Freund…Mehr nicht.“

In Saudi-Arabien droht Hamza Kashgari die Todesstrafe. Trotz allem hat ihn die malayische Regierung am 12. Februar in sein Heimatland abgeschoben. Eigentlich wollte er nach Neuseeland und Malaysia sollte nur eine Zwischenstation sein, doch der südostasiatische Staat hat ihn direkt am Flughafen abgefangen und postwenden zurück geschickt. Die Welt kommentiert: „Trotz Widerstand von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten kamen die malaysischen Behörden einem Aufschub der Deportation eilig zuvor, um Saudi-Arabien zu Gefallen zu sein. Eine fromme Hand wäscht die andere.“

All das ist erschreckend genug aber um den Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es zahlreiche „fromme“ Internetaktivisten, die eine Bestrafung von Kashgari fordern. Eine eigens dafür gegründete Facebook-Gruppe zählt mittlerweile mehr als 25.000 Mitglieder.


Mach es wie Dexter (Das Gewinnspiel)

In Kürze wird die 4. Staffel von “Dexter” auf dem PayTV Sender AXN ausgestrahlt. Wer nicht genau weiß wer oder was Dexter ist: Es handelt sich um einen Serienmörder, der viele seiner Opfer auf recht schräge Art und Weise cellophaniert, spricht in Plastikfolie einwickelt.

AXN hat nun zum Start der neuen Staffel ein nettes Gewinnspiel ins Leben gerufen. Dabei sollt ihr – möglichst kreativ – die unterschiedlichsten Dinge einwickeln. Näheres dazu gibt es in dem Video. Wenn ihr schon immer mal eure Couch, eine Statue oder was auch immer einwickeln wolltet: Jetzt ist eure Chance. Zu gewinnen gibt es einen Camcorder, ein Fanpaket, etc…

 

 


„Meine Krönung“: Ein tolles kleines Buch

Nach dem Fiasko mit Roger Willemsens „Die Enden der Welt“, habe ich wieder mal eine echte Perle entdeckt. Als ich letztens im Frankfurter Hugendubel unterwegs war – eigentlich nur um ein bestelltes Buch abzuholen – bin ich an „Meine Krönung“ von Véronique Bizot hängen geblieben. Ein 126-Seiten starkes Hardcover, das nicht nur ein interessantes Cover hat, sondern auch einen Klappentext der Lust auf mehr gemacht hat. Gesagt, getan: Das Buch eingepackt und zuhause dann auch direkt mit dem Lesen los gelegt.

An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, vielleicht ermutige ich ja den einen oder anderen Leser dazu sich das Buch zuzulegen. So viel sei aber gesagt: „Meine Krönung“ hat mich nicht mehr losgelassen. In den Grundzügen geht es um einen 89 Jahre alten Mann, der sich in seiner Pariser Wohnung verschanzt hat und für eine wissenschaftliche Leistung geehrt werden soll, an die er sich nicht einmal mehr erinnern kann.

Véronique Bizot skizziert einen traurigen Mann, der in bissigen Monologen sein Leben analysiert. Bis auf wenige Ausnahmen ist seine Haushälterin Madame Ambrunaz die einzige Vertrauensperson des pensionierten Chemikers und deren Freundschaft geht so weit, das sie sich sogar schon ein gemeinsames Grab reserviert haben. Kurz und gut: Toll geschrieben, typisch französische Literatur und verdammt unterhaltend. Im Original heißt das Buch übrigens „Mon couronnment“. Schade das die 126 Seiten so schnell vorbei waren.



Kartoffelbrei ist echt einfach und lecker

Kartoffeln sind doch einfach super. Unglaublich wie viel man damit machen kann. Eine der einfachsten Zubereitungsarten – mal abgesehen von Salzkartoffeln – ist wohl der Kartoffelbrei. Manche Leute sagen ja lieber Kartoffelpüree aber ich bevorzuge Kartoffelbrei. So habe ich es gelernt, so sage ich es.

So mache ich ihn: Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in gesalzenem Wasser kochen. Oftmals wird ja gesagt das man am besten mehlig kochende Kartoffeln nehmen soll aber eigentlich ist es egal. Die Kartoffeln müssen so lange kochen, bis sie schön weich geworden sind. Dann die Kartoffeln abgießen und wieder zurück in den Topf. Mit dem Kartoffelstampfer die Kartoffeln zerdrücken, bis nur noch ein klebrig aussehender Brei vorhanden ist.

Je nach Geschmack Butter, geriebene Muskatnuss, Salz und Pfeffer zugeben. Den Topf dann wieder auf die ausgeschaltete und inzwischen abgekühlte Herdplatte stellen und unter ständigem rühren warme Milch zugeben. Es ist wichtig das die Milch warm ist (etwa Trinktemperatur), ansonsten kann der Kartoffelbrei klumpen. So viel Milch zugeben bis der Kartoffelbrei die gewünschte Konsistenz hat. Ich mag es gerne schon cremig aber wenn ihr auf etwas klumpigeren Kartoffelbrei steht, einfach weniger Milch zugeben. Einfach, lecker, gut!


Die komischen Menschen die joggen gehen

Nachdem ich vor mehreren Wochen mein Essverhalten komplett umgestellt habe (Im Zuge eines anderen Artikels habe ich kurz darüber gesprochen), habe ich auch wieder intensiver mit dem Sport begonnen. Da ich immer gerne laufen gegangen bin, habe ich damit auch wieder angefangen.

Die Anfänge waren recht mühselig aber inzwischen bin ich wieder bei meinen Standard 5km angekommen und es fühlt sich gut an.
Die letzten Tage musste ich auf das Jogging verzichten. Ich hatte mir eine Erkältung eingefangen. Nichts Schlimmes aber auf jeden Fall so, dass ich mich nicht wirklich fit gefühlt habe. Heute habe ich dann wieder los gelegt. Es hat zwar geschneit und war arschkalt aber was soll das? Es gibt immer Gründe nicht laufen zu gehen. Man muss es einfach tun.

Meine Standardkluft beim joggen ist eine einfache Baumwollsporthose, fünf Jahre alte Nike Laufschuhe (siehe Bild) und ein Hoody, heute ausnahmsweise mal ein Sweatshirt und das Hoody darüber. Worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes: Als ich vor etwa 25 Jahren mit dem Laufen begonnen habe (Ja, so alt bin ich schon), liefen eigentlich alle Jogger so rum. Nicht nur das: Ist einem ein anderer Läufer entgegengekommen, hat man kurz die Hand gehoben und gegrüßt. Irgendwie war das so üblich. Mit den Jahren hat sich das aber verändert.

Die Leute die man heute so beim joggen trifft, bei jeder meiner Runden ist es ein halbes Dutzend, sind da ganz anders. Das sind richtig komische Menschen. Alle tragen hautenge Kleidung, lustige Leggings, ganz enge Shirts und oft auch noch so ein richtig tolles, ganz professionell aussehendes Stirnband oder Mütze. Wenn man später am Abend joggen geht, laufen manche sogar mit einer Lampe auf dem Kopf rum, so als wollten sie direkt nach dem joggen ihrem Job als Minenarbeiter nachgehen. Alle sind ganz fokussiert und nicht etwa das dies alle Hochleistungssportler wären: Die meisten davon gehören wohl eher in die Riege der Beweguneslegastheniker. Meine Güte, was für eine Mischpoke.


Rezension: Die Enden der Welt

Es stand einige Zeit auf meiner Wunschliste und Ende letzten Jahres habe ich es dann geschenkt bekommen: „Die Enden der Welt“ von Roger Willemsen. Der Rückentext war es damals auch, der mich dazu gebracht hat, das Buch lesen zu wollen. Ich zitiere: „Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. An all diesen Orten kam es zu außergewöhnlichen Ereignissen und bemerkenswerten Begegnungen – Geschichten fulminant erzählt und gesättigt von den Farben der Welt.“

Ich persönlich stehe auf Reiseberichte jedweder Art. Es sind meistens Erzählungen von einer anderen Welt. Wen man reist, begibt man sich auf den Weg Neues zu erfahren, etwas das man dann in Worte fassen kann, um den Lesern eine ganz eigene Vision zu vermitteln. Ich war also recht euphorisch, als ich angefangen habe „Die Enden der Welt“ zu lesen. Ein erster Blick in das Buch verheißt dann auch viel: Willemsen erzählt seine Erlebnisse von der Eifel bis zum Senegal. Gutes Rüstzeug um den Leser einzufangen.

Schon nach den ersten Seiten wird mir jedoch klar das „Die Enden der Welt“ eines nicht ist: ein gutes Buch. Warum? Fangen wir damit an, das die einzelnen Erzählungen nicht wirklich den Eindruck vermitteln als würden sie am Ende eine komplette Geschichte ergeben. Oft weiß man nicht einmal genau, wann eine Geschichte spielt und ob die eine Episode möglicherweise chronologisch vor einer anderen geschehen ist. An einigen Stellen kann man es erahnen aber sicher sein kann man sich nicht. Was jedoch sehr viel schwerwiegender ist, ist der Umstand eine Sprache benutzt, die komplizierter und unaussagekräftiger nicht hätte sein können.

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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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