Am heutigen Tag war es wieder soweit und Günther Jauch ist mit seiner (neuen) Talkshow im Ersten in eine weitere Runde gegangen. Zu Gast waren Philip Rösler, Norbert Röttgen, Klaus Wowereit, Beatrice Weder di Mauro und Dirk Müller. Das Thema war nicht nur das Wahldesaster der FDP in Berlin, sondern vor allem auch die Rettung des Euros. Welch ein spektakuläres Thema und wen wundert es: Es kam nichts Neues von den vermeintlichen Experten.
Bei Jauchs Talkshows wird dieses Mal keine neue Sau durchs Dorf getrieben. Viel mehr möchte sich der ARD-Star-Talker mit dem brandheißen Thema Euro-Rettung über die Zeit retten. Geschafft hat er es nicht und das lag nicht allein an dem durchgenudelten Thema. Es hat sich heute wieder das bestätigt, was ich von Anfang an befürchtet hatte: Günther Jauch mag ein akzeptabler Entertainer sein, doch von einem Polit-Talk, geschweige denn tiefsinnigen Gesprächen, hat er leider nicht die geringste Ahnung.
Die knappe Stunde Sendezeit zog sich wie Kaugummi. Am spannendsten waren noch die vollkommen schwachsinnigen Fragen von Jauch. So zum Beispiel die Frage in Richtung Rösler und Röttgen ob ein „gelernter“ Mediziner und Jurist denn überhaupt Ahnung von der Wirtschaft hätten. Bedeutet das im Umkehrschluss, das nur Menschen die Politikwissenschaft studiert haben, Politiker werden können? Oder mal eine Frage ich Richtung Günther Jauch, der seine Anfänge unter anderem als Sportmoderator beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks begonnen hat: Wie konnten sie denn so etwas tun, wo sie doch gar kein Sportler sind?









