Ich bin ja begeisterter Teilnehmer der öffentlichen Verkehrsmittel und nein, dass ist kein Witz, ich benutze sie wirklich gerne. Man bewegt sich ein bisschen, hat unter Umständen Zeit zu lesen, Musik zu hören oder, was besonders lustig, befremdlich oder traurig sein kann: man kann Leute beobachten.
Ich stehe heute also an der U-Bahn Station Frankfurt (Nieder-Eschbach) und warte auf die U2 in Richtung Innenstadt. Während sich so da stehe und warte, kommt ein junger Mann angelaufen mit Handy am Ohr und unterhält sich lautstark.
Er: „Ey Alter, ich versuch Dich seit Stunden zu erreichen, Alter.“
Er hört ein paar Sekunden zu, dann spricht er weiter.
Er: „Ach, Du Fettsack (lacht). Hurensohn, Penner, erzähl mal wie geht Dir?“
Es folgt ein wenig nicken, lachen, dann geht es weiter.
Er: „Du bist voll der Hurensohn, Alter. Hast Du gefunden?“
Er: „Echt, hast Du gefunden, Alter. Ach, Du bist doch ein Hurensohn.“
Er: „Voll korrekt. Treff Dich dann gleich, Alter.“
Dann hat er aufgelegt.
Dazu muss man sagen, dass dieses Gespräch auf eine Art und Weise geführt wurde, die klar machte, dass die beiden sich auf eine freundschaftliche Art und Weiseunterhalten haben, nicht etwa das der eine den anderen Beleidgen wollte.
Was lerne ich daraus?
Ich verstehe die Sprache der Jugend nicht. *g*



