Geht es euch auch manchmal so, dass ihr einen Ohrwurm habt und nicht einmal wisst wo er genau herkommt? Seit heute morgen geht es mit so mit dem Song “Halo” von Beyonce. Ich fand den Song schon immer gut, wenn ich auch nicht der größte Beyonce Fan bin aber irgendwie hat er mich heute gepackt, keine Ahnung warum.
Wenn ihr euch jetzt fragt warum der Titel dieses Eintrags eigentlich “Der Heiligenschein von Beyonce” lautet, ist die Antwort einfach: Halo ist das englische Wort für Heiligenschein.
Für alle die den Song noch nicht kennen, hier nochmal das Video:
Und um das ganze noch ein wenig schöner zu machen, hier auch noch der Text der ersten Strophe, die ich persönlich besonders gelungen finde:
Remember those walls I built
Well baby they’re tumbling down
And they didn’t even put up a fight
They didn’t even make a sound
I found a way to let you in
But I never really had a doubt
Standing in the light of your halo
I got my angel now
It’s like I’ve been awakened
Every rule I had you breakin’
It’s the risk that I’m takin’
I ain’t never gonna shut you out
Everywhere I’m looking now
I’m surrounded by your embrace
Baby I can see your halo
You know you’re my saving grace
You’re everything I need and more
It’s written all over your face
Baby I can feel your halo
Pray it won’t fade away
Es gibt Musik die treibt einem ein Lächeln ins Gesicht, wenn dazu noch die Hauptaktuere einen solchen Spaß dabei haben, wird es noch viel schöner. Einfach anhören und genießen.
Ich habe heute morgen die Wiederholung von “Supertalent” geschaut und da hat eine junge Frau “Hijo de la luna” gesungen. Ein Lied das den meisten Menschen wohl aus den 90ern von der Sängering Loona bekannt sein dürfte. Es ist ein solch schönes Lied auch wenn es eine traurige Geschichte erzählt.
Es ist eine alte Legende, und Du wirst sie nur verstehen können, wenn Du weise bist:
Eine Zigeunerin hatte den Mond beschworen.
Sie hat ihn eine ganze Nacht lang angefleht,
hat geweint bis zum Morgengrauen daß er ihr einen Mann zu schicken soll, einen Zigeuner.
Und irgendwann hatte der Mond ein Einsehen und sagte zu der Frau:
„Du sollst Deinen Mann haben, einen Gitan mit dunkler Haut.
Aber ich will eine Gegenleistung von Dir:
Ich will das erste Kind, das Du zur Welt bringst, als mein Eigenes haben“
Das Kind des Gitans mit dunkler Haut kam zur Welt,
aber es war weiß, so weiß wie das Fell eines Hermelins.
Und seine Augen waren grau und nicht dunkel.
Ein weißes Kind des weißen Mondes.
Und der Gitan verfluchte das Kind,
wünschte es zum Teufel und sagte: Ein Zauberer hat Dich gemacht.
Und er glaubte sich entehrt und schrie seine Frau an:
„Von wem ist dieses Kind?
Mit wem hast Du mich betrogen, eiskalt und schamlos?“
Und er erstach sie mit seinem Messer.
Das Kind aber brachte er auf einen Berg und ließ es dort liegen.
Dort liegt und lebt es.
Und in den Vollmondnächten geht es ihm gut.
Und wenn das Kind weint, dann nimmt der Mond ab, um dem Kind eine Wiege zu sein.
Wer sein ungeborenes Kind opfert, um nicht allein zu bleiben,
kann dieses Kind nicht geliebt haben.
Und Du Mond, Du willst Mutter sein,
und hast niemanden, dessen Liebe Dich zur Frau macht.
Sag mir, silberner Mond, was willst Du tun mit einem Wesen aus Fleisch und Blut,
einem Kind des Mondes?
So lautet ein Teil der Hook eines Liedes, das ich gerade in diesem Moment auf Dauerschleife höre. Vielleicht werde ich danach „Phönix“ höre, so wie es mir jemand geraten hat aber das weiß ich noch nicht genau.
Eines Tages werde ich mich freuen, eines Tages werde ich jubeln und schreien, denn eines Tages wird wie in meinen Träumen, weder Tod noch Trauer in mir sein.
Eigentlich stammt die Hook von einem alten Glashaus Song, er wird aber meiner Meinung nach noch viel besser verpackt, wenn er von Cassandra Stehen in dem Azad Song „Eines Tages“ gesungen wird. Mag daran liegen das ich ein besonderes Verhältnis zu Azad’s Texten habe oder auch einfach nur bestimmte Momente damit verbinde.
Wann hört man so einen Song auf Dauerschleife? Vielleicht wenn man einfach mies drauf ist, eine depressive Phase hat oder vielleicht auch nur, weil man sich Dinge zu Herzen nimmt die einem ein kleiner Mensch gesagt hat. Vielleicht ein bisschen was von allem und wer weiß, vielleicht hilft es ja eines Tages.
So wie man es nicht anders erwarten würde, war das finale Konzert von Azad & Co. in Frankfurt. Mit der Batschkapp war auch ein exzellenter Ort gewählt und zudem was das Konzert auch sehr gut besucht, was ich aber auch zu dem Anlass nicht anders erwartet hätte.
Nachdem Azad das Ende von Bozz-Music angekündigt hat, war klar das man, wenn man den Fan ist, auf jeden Fall die Tour besuchen sollte, da es wohl die letzte Gelegenheit sein würde alle Bozz Künstler noch einmal gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Um 20 Uhr war Einlass und irgendwann um kurz nach 21 Uhr ging es dann auch wirklich los. Man hätte meinen können das irgendwelche Newcomer den Aufheizer spielen aber da haben pessimistische Besucher die Rechnung ohne Azad gemacht, der niemand geringeres als Tone und Magic auf die Bühne geholt hat. Der Frankfurter Reimroboter hat dann auch mächtig eingeheizt und die Bühne für den Hauptact klar gemacht.
Ich will eigentlich auch gar nicht so viele Worte darüber verlieren. Obwohl es eine geile Show war, war es auch ein trauriger Moment. Mit dem Ende von Bozz Music geht auf jeden Fall eine Ära im deutschen Hip-Hop zu Ende und es zeigt ganz deutlich wie sehr der Markt gerade zu kämpfen hat. Azad, Jeyz und die Jungs von 439 haben echt alles während der Show gegen und obwohl es weniger mit dem musikalischen zu tun hat, so war doch die Ansprache von Azad für mich am ergreifendsten. Das waren auch Momente wo es im Publikum ganz still wurde und man konnte einfach spüren das da etwas besonderes geschieht.
Ich muss aber auf jeden Fall sagen, dass ich mir langsam aber sicher ein wenig deplatziert auf Konzerten dieser Art vorkomme. Das sage ich nicht nur weil ich den Altersdurchschnitt locker um 10-20 Jahre angehoben habe, sondern auch von der ganzen Atmosphäre die herrscht. Eigentlich habe ich echt keinen Bock mehr mich mit Halbstarken Assis in eine Reihe zu stellen, die es nicht mal schaffen ein grammatikalisch richtigen Satz von sich zu geben, ganz zu schweigen von der Tatsache das überall „Alter“, „weißt Du“ oder sonst irgendein Unsinn mit enthalten ist.
Am Ende des Tages war ich aber froh das ich da war, wobei ich es mir echt nur noch schwerlich vorstellen kann auf ein weiteres Konzert der „Straßen-Rap“ Fraktion zu gehen. Azad war da echt was besonderes.
…. und ich kann nicht anders als zu sagen: „Ja, vielleicht wäre es besser wenn die ganze Welt betrunken wäre.“ Musik hat eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Sie kann dafür sorgen das man sich besser fühlt, erleichtert, bestärkt oder auch ganz tief runtergezogen. Es ist kein Geheminis, Freunde und aufmerksame Leser dieses Blogs wissen das, dass Musik auch in meinem Leben eine große Rolle spielt.
„Schnaps für alle“ gehört auf jeden Fall zu einem der Songs, mit denen ich mich ganz eng verbunden fühle, der mit besonderen Erinnerungen belegt ist, die man so niemals ausradieren kann – vielleicht auch nicht will. In einem Interview, welches ich kürzlich mit Moses, Martin Haas und Peppa geführt habe, fand ich eine Stelle besonders interessant. Wir kamen auf die Frage das Moses immer die besten Songs schreiben konnte, wenn es ihm besonders dreckig ging aber bei der neuen Glashaus Platte auch einige Stücke drauf sind, die durchaus positiv sind. Moses dazu:
Ich glaube aber, dass es den Songs gut tut, dass sie eine Krise vor der Entstehung hatten. Ohne das Erleben von Stücken wie „Ich kann mich nicht bewegen“ oder „Schwer“ gibt es nicht den Druck, wenn du „Das hier“ hörst.
Er hat Recht, wenn es dir nicht irgendwann richtig beschissen gegangen ist, kannst du nicht schätzen was es ist, das die besonderen Momente im Leben ausmacht.
Es war das Ereignis auf das Millionen von Take That und Robbie Williams Fans gewartet haben: Take That mit Robbie Williams vereint. Alle gemeinsam sangen auf der Charity Gala “Children In Need”, die von niemand geringerem als Ex-Beatle John McCartney ins Leben gerufen wurde. Neben Take That und Robbie Williams gab es noch einige andere Hochkaräter aber Robbie und die vier anderen von Take That waren an dem Abend sicher nicht zu überbieten.
Es war zwar nicht die hochofizielle Wiedervereinigung, doch am Ende der Gala holte Paul McCartney alle Beteiligten auf die Bühne unter anderem eben auch Robbie Williams und Take That. Arm in Arm mit Gary Barlow sang Robbie Williams dann den Beatles-Hit “Hey Jude”. Es war offensichtlich das alle Beteiligten sich wohl fühlten. Robbie Williams selbst war fast zu Tränen gerührt. Der britischen SUN berichtete er dann später:
Schon als sie sangen, wollte ich mir ein Mikro schnappen und mitmachen. Ich bin nicht mehr nervös, wenn wir zusammen sind, wir haben eine lange Zeit miteinander verbracht. Die Verbitterung und der Groll sind vergangen. Jeder von uns hat jetzt wieder vier Freunde, die ich abgöttisch liebe.
Damit scheint einer Wiedervereinigung nichts mehr im Wege zu stehen und tatsächlich berichtete Robbie Williams weiter, dass es zwar momentan keine Pläne gebe aber der Ball ins Rollen gekommen ist und eigentlich nur noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet wird.
Manchmal gibt es Tage an denen fragt man sich “Was mache ich hier?”. Nicht immer geht es so weit das nach dem Sinn des Lebens gefragt wird aber ist es nicht legitim zu fragen: “Was habe ich verdient?” Die Frage kann man nicht nur auf unterschiedliche Weise auslegen, sondern sie ebenso vielfältig beantworten.
Mir fällt dazu spontan eine Textstelle aus dem Lied “Mehr Tränen” ein, welches von Jonesmann & Olli Banjo aus dem Album “4 Fäuste für ein Halleluja” ist, um genauer zu sein aus einem bestimmten Remix, der zusammen mit Curse gemacht worden ist. Darin heißt es:
Mein Vater fragt mich was ich verdiene
Was soll ich sagen, denn eigentlich fragst Du nach dem Kontostand bei der Deutschen Bank
Denn wenn Du wirklich wissen willst was ich verdiene
Würde ich Liebe, Glück, Begeisterung antworten plus ein bisschen Friede’
Der Song ist für mich etwas ganz besonderes. Es ist eines der Lieder bei dem ich immer wieder Gänsehaut bekomme, besonders bei dem Part von Jonesmann und der Hook. Für alle die den Song nicht kennen, hier das Video dazu:
Jeder der mich auch nur einigermaßen kennt weiß, dass ich mit Tokio Hotel nun wirklich gar nichts am Hut habe. Aber warum dann dieser Blog-Eintrag? Ganz einfach! Mir geht ein Artikel der BILD Zeitung wieder mal tierisch auf den Sack, in dem über den Chartabsturz von “Humanoid”, dem neusten Album, spekuliert wird.
Dabei muss man zudem noch anmerken, dass “Humanoid” von Platz 1 auf Platz 25 gerutscht ist. Der 25. Platz ist etwas, von dem die meisten Musiker nur träumen können, von einem Platz in den Top Ten mal ganz zu schweigen. Da muss man auf jeden Fall mal auf dem Teppich bleiben. Dann entspricht ein solches “Absturz” lediglich dem regulären Konsumverhalten, wie es sich bei so gut wie allen Platten zeigt. Was passiert nämlich genau bei der Chartverfolgung? Alle Fans gehen, sobald die Platte draussen ist, in den Laden und kaufen sich das Ding. Das führt dazu, dass ein Album in der ersten Woche extrem hoch einsteigt. Nicht selten ist es sogar so, dass bereits in der zweiten Woche ein Album gar nicht mehr in den Charts ist.
Was mich daran ärgert ist, dass die BILD das natürlich weiß und wenn Sommer wäre, würde ich darauf tippen das wir uns gerade in einem Sommerloch befinden, wenn die so einen Scheiss in die Welt setzen. Hauptsache ein reisserischen Artikel, so das möglichst viele Klicks bzw. Leser gezogen werden. Ja, dass nennt man Boulevard-Journalismus in höchster Vollendung.
Wieder mal zum Thema “Musikalische Fundstücke im Netz”. Manchmal ist es doch wirklich unglaublich was da für Rohdiamanten in der Welt rum laufen und noch nicht den Weg auf die große Bühne gefunden haben oder vielleicht auch nicht wollen. Das Video hier, sieht man mal von dem “Gequatsche” am Anfang ab, ist wirklich gut. Mich hat es auf jeden Fall gepackt. Anhören, genießen.