Andy’s World

Aus der Sicht und mit den Worten von….

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Manchmal wäre doch so mancher Tag sehr viel ärmer wenn es nicht das Christentum und seine verschiedensten Stilblüten geben würde. Versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Freund der Religionsfreiheit, es ist eines der höchsten Güter die wir in unserer Gesellschaft haben aber manchmal denke ich mir: „Junge, denk mal nach…“

Aber was ist passiert. Ich war mit meiner ältesten Tochter auf dem Spielplatz. Es war übrigens derselbe Tag an dem das HIER passiert ist, was es irgendwie noch ein Stück weit ulkiger macht. Auf jeden Fall kommt ein junger Mann (ca. 25 Jahre) und eine ältere Frau (ca. 70 Jahre) zu mir. Er fragt mich so ganz nebenbei – in dem Tonfall in dem man fragt wie viel Uhr es ist – ob ich ihm eine Frage beantworten könnte. Es wäre etwas über das er schon mit vielen Menschen gesprochen hätte. Ich sagte ihm das es kein Problem sei, er könnte mich so gut wie alles fragen und das er ja vielleicht sogar eine Antwort erhalten würde. Anstatt etwas zu sagen holt er erst mal den „Wachturm“ raus (das Blättchen der Zeugen Jehovas) und hält es mir hin. Die Titelstory lautet: Wo ist Gott?

Ich lächele kurz und antworte: „Ich weiß nicht wo Gott ist aber ich bin mir ziemlich sicher das er nicht hier ist!“ Daraufhin er: „Ja, interessant, oder?“ Damit war dann das verbale Schlachtfeld eröffnet und wir haben uns sage und schreibe locker eine Stunde über Gott und die Welt unterhalten und das meine ich genau so wie ich es geschrieben habe, das ist keine Floskel. Wir kamen immer wieder auf die Bibel und eine Szene die ich noch gut in Erinnerung habe war, das ich sagte das ich nicht nach der Bibel lebe und das es Zufall sei das manche Dinge, die ich für mich selbst als Grundsätze definiert habe, auch in dieser Form in der Bibel stehen. Daraufhin sagt sie das dies kein Zufall lebe und das der Grund warum ich ein guter Mensch sei in Gott begründet liegt. Ich sagte das ich kein guter Mensch sei, zumindest nicht nach den Maßstäben der Bibel und führe die 10 Gebote an, von denen ich schon einige gebrochen hätte. Sie ist für einen Moment sprachlos und ich frage ob ich jetzt ein schlechter Mensch sei und vielleicht doch in die Hölle komme? Von ihr erhalte ich nur Schweigen.

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An vielen Tagen ist mein Tagesablauf gleich: nachdem ich bis morgens 3 oder 4 Uhr schreibe, schlafe ich so etwa bis 10 Uhr, erledige ein paar Text-Aufträge, esse zu Mittag und hole dann meine Kinder von Schule und Kindergarten ab. Hin und wieder erlebt man dann etwas Besonderes, so wie letzte Woche.

Als erstes hole ich meistens Emily ab, da sie in die Schule geht und die Betreuung nur bis 15 Uhr geht. Dann gehe ich in Richtung Kindergarten um Lina – meine jüngere Tochter – abzuholen. Sehr oft gehe ich vorher noch mit Emily auf den Spielplatz, da Lina erst ab 15:30 Uhr abgeholt werden kann. So auch letzte Woche. Emily war auf dem Spielplatz und nachdem sie eine Weile auf der Wiese, in den Büschen und im Sandkasten gespielt hat, kommt sie zu mir und zeichnet auf den Boden einen Smiley. Dann schaut sie mich an und fragt: „Daddy, weißt Du was das wichtigste im Leben ist?“. Leicht amüsiert verneine ich die Frage und sage: „Was ist es denn?“ Daraufhin lächelt sie und meinte: „Ich glaube das wichtigste im Leben ist es fröhlich zu sein.“

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Ich habe heute morgen die Wiederholung von “Supertalent” geschaut und da hat eine junge Frau “Hijo de la luna” gesungen. Ein Lied das den meisten Menschen wohl aus den 90ern von der Sängering Loona bekannt sein dürfte. Es ist ein solch schönes Lied auch wenn es eine traurige Geschichte erzählt.

Es ist eine alte Legende, und Du wirst sie nur verstehen können, wenn Du weise bist:
Eine Zigeunerin hatte den Mond beschworen.
Sie hat ihn eine ganze Nacht lang angefleht,
hat geweint bis zum Morgengrauen daß er ihr einen Mann zu schicken soll, einen Zigeuner.
Und irgendwann hatte der Mond ein Einsehen und sagte zu der Frau:
„Du sollst Deinen Mann haben, einen Gitan mit dunkler Haut.
Aber ich will eine Gegenleistung von Dir:
Ich will das erste Kind, das Du zur Welt bringst, als mein Eigenes haben“
Das Kind des Gitans mit dunkler Haut kam zur Welt,
aber es war weiß, so weiß wie das Fell eines Hermelins.
Und seine Augen waren grau und nicht dunkel.
Ein weißes Kind des weißen Mondes.
Und der Gitan verfluchte das Kind,
wünschte es zum Teufel und sagte: Ein Zauberer hat Dich gemacht.
Und er glaubte sich entehrt und schrie seine Frau an:
„Von wem ist dieses Kind?
Mit wem hast Du mich betrogen, eiskalt und schamlos?“
Und er erstach sie mit seinem Messer.
Das Kind aber brachte er auf einen Berg und ließ es dort liegen.
Dort liegt und lebt es.
Und in den Vollmondnächten geht es ihm gut.
Und wenn das Kind weint, dann nimmt der Mond ab, um dem Kind eine Wiege zu sein.
Wer sein ungeborenes Kind opfert, um nicht allein zu bleiben,
kann dieses Kind nicht geliebt haben.
Und Du Mond, Du willst Mutter sein,
und hast niemanden, dessen Liebe Dich zur Frau macht.
Sag mir, silberner Mond, was willst Du tun mit einem Wesen aus Fleisch und Blut,
einem Kind des Mondes?


Wenn ich es lese bekomme ich Gänsehaut. Daher möchte ich es euch nicht vorenthalten:

Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt,
voller Abenteuer und Erkenntnisse.
Die Lästrygonen und Zyklopen,
den zornigen Poseidon fürchte nicht,
solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle
Regung deinen Geist und Körper anrührt.
Den Lästrygonen und Zyklopen,
dem wütenden Poseidon wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in deiner Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.
Wünsch dir eine lange Fahrt.
Der Sommermorgen möchten viele sein,
da du, mit welcher Freude und Zufriedenheit!
In nie zuvor gesehene Häfen einfährst;
Halte ein bei Handelsplätzen der Phönizier
Und erwirb die schönen Waren,
Perlmutter und Korallen, Bernstein, Ebenholz
Und erregende Essenzen aller Art,
so reichlich du vermagst, erregende Essenzen,
besuche viele Städte in Ägypten,
damit du von den Eingeweihten lernst und wieder lernst.
Immer halte Ithaka im Sinn.
Dort anzukommen ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre;
Und alt geworden lege auf der Insel an,
reich an dem, was du auf deiner Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass Ithaka dir Reichtum gäbe.
Ithaka gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.
Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, Ithaka betrog dich nicht.
So weise, wie du wurdest, in solchem Maße erfahren,
wirst du ohnedies verstanden haben, was die Ithakas bedeuten.

So lautet ein Teil der Hook eines Liedes, das ich gerade in diesem Moment auf Dauerschleife höre. Vielleicht werde ich danach „Phönix“ höre, so wie es mir jemand geraten hat aber das weiß ich noch nicht genau.

Eines Tages werde ich mich freuen, eines Tages werde ich jubeln und schreien, denn eines Tages wird wie in meinen Träumen, weder Tod noch Trauer in mir sein.

Eigentlich stammt die Hook von einem alten Glashaus Song, er wird aber meiner Meinung nach noch viel besser verpackt, wenn er von Cassandra Stehen in dem Azad Song „Eines Tages“ gesungen wird. Mag daran liegen das ich ein besonderes Verhältnis zu Azad’s Texten habe oder auch einfach nur bestimmte Momente damit verbinde.

Wann hört man so einen Song auf Dauerschleife? Vielleicht wenn man einfach mies drauf ist, eine depressive Phase hat oder vielleicht auch nur, weil man sich Dinge zu Herzen nimmt die einem ein kleiner Mensch gesagt hat. Vielleicht ein bisschen was von allem und wer weiß, vielleicht hilft es ja eines Tages.

…. und ich kann nicht anders als zu sagen: „Ja, vielleicht wäre es besser wenn die ganze Welt betrunken wäre.“ Musik hat eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Sie kann dafür sorgen das man sich besser fühlt, erleichtert, bestärkt oder auch ganz tief runtergezogen. Es ist kein Geheminis, Freunde und aufmerksame Leser dieses Blogs wissen das, dass Musik auch in meinem Leben eine große Rolle spielt.

„Schnaps für alle“ gehört auf jeden Fall zu einem der Songs, mit denen ich mich ganz eng verbunden fühle, der mit besonderen Erinnerungen belegt ist, die man so niemals ausradieren kann – vielleicht auch nicht will. In einem Interview, welches ich kürzlich mit Moses, Martin Haas und Peppa geführt habe, fand ich eine Stelle besonders interessant. Wir kamen auf die Frage das Moses immer die besten Songs schreiben konnte, wenn es ihm besonders dreckig ging aber bei der neuen Glashaus Platte auch einige Stücke drauf sind, die durchaus positiv sind. Moses dazu:

Ich glaube aber, dass es den Songs gut tut, dass sie eine Krise vor der Entstehung hatten. Ohne das Erleben von Stücken wie „Ich kann mich nicht bewegen“ oder „Schwer“ gibt es nicht den Druck, wenn du „Das hier“ hörst.

Er hat Recht, wenn es dir nicht irgendwann richtig beschissen gegangen ist, kannst du nicht schätzen was es ist, das die besonderen Momente im Leben ausmacht.

In diesem Sinne: „Schnaps für alle“

Manchmal gibt es Tage an denen fragt man sich “Was mache ich hier?”. Nicht immer geht es so weit das nach dem Sinn des Lebens gefragt wird aber ist es nicht legitim zu fragen: “Was habe ich verdient?” Die Frage kann man nicht nur auf unterschiedliche Weise auslegen, sondern sie ebenso vielfältig beantworten.

Mir fällt dazu spontan eine Textstelle aus dem Lied “Mehr Tränen” ein, welches von Jonesmann & Olli Banjo aus dem Album “4 Fäuste für ein Halleluja” ist, um genauer zu sein aus einem bestimmten Remix, der zusammen mit Curse gemacht worden ist. Darin heißt es:

Mein Vater fragt mich was ich verdiene
Was soll ich sagen, denn eigentlich fragst Du nach dem Kontostand bei der Deutschen Bank
Denn wenn Du wirklich wissen willst was ich verdiene
Würde ich Liebe, Glück, Begeisterung antworten plus ein bisschen Friede’

Der Song ist für mich etwas ganz besonderes. Es ist eines der Lieder bei dem ich immer wieder Gänsehaut bekomme, besonders bei dem Part von Jonesmann und der Hook. Für alle die den Song nicht kennen, hier das Video dazu:

Es gibt viele Lieder die einzigartig sind und obwohl so viele Menschen über so eine Vielzahl von Meinungen und Geschmäckern haben, gibt es doch sehr viele, die sich (wenn es manche auch nicht zugeben würden), für Klassik begeistern können, wenn auch vielleicht nur in besonderen Momenten. Es gibt Lieder die einen tief berühren. Das hier ist einer der Songs, die mich berühren:

Als Vater von zwei Töchtern fragt man sich hin und wieder ob man alles richtig macht, ein guter Vater ist oder auch kurz, ob man einen guten Job erledigt. Es gibt Tage da stellt man alles in Frage: Erziehungsmethoden, schon erzielte Erfolge und auch die schönen Momente. Dann gibt es aber auch wieder Momente, in denen man für alles belohnt wird was man tut.

emily_webWenn ich irgendwelche Horromeldungen in den Nachrichten sehe oder in der Zeitung lese, in denen es darum geht das Eltern ihren Kinder etwas schreckliches antun, bin ich immer furchtbar betroffen. Es ist, denke ich, dass Gefühl der Hilflosigkeit aber auch ein vollkomenes Fehlen des Verstehens. Bei aller Empathie, die ich besitze oder auch nicht, ist es mir nicht einmal im Ansatz möglich, solche Menschen, sofern es sich dabei noch um Menschen handelt, zu verstehen.

Das sind dann Momente, in denen ich spät Nachts nochmal in das Zimmer meiner Kinder gehe und sie einfach nur anschaue, wie sie ruhig schlafen und sich sicher sein können, dass ihr Vater immr für sie da ist und das sie, was auch kommen mag, sich immer darauf verlassen können. Manchmal würde ich sie einfach nur gerne in meine Arme schließen und vor allem Bösen da draussen beschützen, mein Leben geben um sie glücklich zu sehen. Dennoch weiß ich, dass in irgendwann, irgendjemand weh tun wird: der erste Freund, der sie verlässt, eine Freundin die sie enttäuscht, etc… Ich weiß es gehört zum Leben dazu, doch ich würde es ihnen gerne abnehmen und trotzdem ermöglichen das sie ihre Erfahrung daraus ziehen, wohlwissen das dies nicht möglich ist.

Was macht einen guten Vater aus, was denkt ihr?

Das Bild oben zeigt übrigens meine älteste Tochter Emily. Es ist mein Lieblingsbild!

Gestern, beim stöbern durch diverse Blogs, habe ich HIER ein wunderschönes Gedicht gefunden, dass ich an dieser Stelle einfach mal kommentarlos veröffentlichen möchte. Ich hoffe es gefällt euch genau so gut wie mir.

Als ob Engel auf Dich blicken

Auch Du wirst eines Tages,
die Sonne wieder sehen,
wirst leuchtend, warm und strahlend,
im hellen Lichte stehen.

Wird Sternenstaub Dich schmücken,
der Mond Dein Hüter sein,
als ob Engel auf Dich blicken,
und Du wirst Glücklich sein.