Das letzte Bozz Konzert

So wie man es nicht anders erwarten würde, war das finale Konzert von Azad & Co. in Frankfurt. Mit der Batschkapp war auch ein exzellenter Ort gewählt und zudem was das Konzert auch sehr gut besucht, was ich aber auch zu dem Anlass nicht anders erwartet hätte.

bozz_logoNachdem Azad das Ende von Bozz-Music angekündigt hat, war klar das man, wenn man den Fan ist, auf jeden Fall die Tour besuchen sollte, da es wohl die letzte Gelegenheit sein würde alle Bozz Künstler noch einmal gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Um 20 Uhr war Einlass und irgendwann um kurz nach 21 Uhr ging es dann auch wirklich los. Man hätte meinen können das irgendwelche Newcomer den Aufheizer spielen aber da haben pessimistische Besucher die Rechnung ohne Azad gemacht, der niemand geringeres als Tone und Magic auf die Bühne geholt hat. Der Frankfurter Reimroboter hat dann auch mächtig eingeheizt und die Bühne für den Hauptact klar gemacht.

Ich will eigentlich auch gar nicht so viele Worte darüber verlieren. Obwohl es eine geile Show war, war es auch ein trauriger Moment. Mit dem Ende von Bozz Music geht auf jeden Fall eine Ära im deutschen Hip-Hop zu Ende und es zeigt ganz deutlich wie sehr der Markt gerade zu kämpfen hat. Azad, Jeyz und die Jungs von 439 haben echt alles während der Show gegen und obwohl es weniger mit dem musikalischen zu tun hat, so war doch die Ansprache von Azad für mich am ergreifendsten. Das waren auch Momente wo es im Publikum ganz still wurde und man konnte einfach spüren das da etwas besonderes geschieht.

Ich muss aber auf jeden Fall sagen, dass ich mir langsam aber sicher ein wenig deplatziert auf Konzerten dieser Art vorkomme. Das sage ich nicht nur weil ich den Altersdurchschnitt locker um 10-20 Jahre angehoben habe, sondern auch von der ganzen Atmosphäre die herrscht. Eigentlich habe ich echt keinen Bock mehr mich mit Halbstarken Assis in eine Reihe zu stellen, die es nicht mal schaffen ein grammatikalisch richtigen Satz von sich zu geben, ganz zu schweigen von der Tatsache das überall „Alter“, „weißt Du“ oder sonst irgendein Unsinn mit enthalten ist.

Am Ende des Tages war ich aber froh das ich da war, wobei ich es mir echt nur noch schwerlich vorstellen kann auf ein weiteres Konzert der „Straßen-Rap“ Fraktion zu gehen. Azad war da echt was besonderes.


36 Jahr und graues Haar

So oder so ähnlich könnte das Lied klingen, dass zur Hymne meines 36. Geburtstages gesungen wird. Graue Haare habe ich schon länger, nur sieht man sie sehr schlecht, da meine Haare nur sehr selten länger als 1-3 mm sind. Aber um ehrlich zu sein bin ich auch nicht sonderlich eitel. Graue Haare, Falten und alles was dazu gehört: ist halt alles ein Teil davon.

Ich will aber gar nicht groß über meinen Geburtstag erzählen, der kommt ohenhin jedes Jahr wieder. :-)

Interessant ist aber auf jeden Fall der 1. Dezember als Datum.

  • Wußtet ihr schon das der 1. Dezember (seit 1988) der Welt-Aids-Tag ist?
  • Das am 1. Dezember 1903 der erste Western der Welt in den USA aufgeführt worden ist (The Great Train Robbery)?
  • Das am 1. Dezember 1982 das Album “Thriller” von Michael Jackson veröffentlicht worden ist?
  • Das am 1. Dezember 1993 der Musiksender VIVA den Sendebetrieb aufgenommen hat?
  • Das am 1. Dezember 1953 Hugh Hefner die erste Ausgabe des Playboy mit einer Auflage von 70.000 herausgegeben hat?
  • etc…

Krass, oder? *g*


Moses Pelham will „Schnaps für alle“

…. und ich kann nicht anders als zu sagen: „Ja, vielleicht wäre es besser wenn die ganze Welt betrunken wäre.“ Musik hat eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Sie kann dafür sorgen das man sich besser fühlt, erleichtert, bestärkt oder auch ganz tief runtergezogen. Es ist kein Geheminis, Freunde und aufmerksame Leser dieses Blogs wissen das, dass Musik auch in meinem Leben eine große Rolle spielt.

„Schnaps für alle“ gehört auf jeden Fall zu einem der Songs, mit denen ich mich ganz eng verbunden fühle, der mit besonderen Erinnerungen belegt ist, die man so niemals ausradieren kann – vielleicht auch nicht will. In einem Interview, welches ich kürzlich mit Moses, Martin Haas und Peppa geführt habe, fand ich eine Stelle besonders interessant. Wir kamen auf die Frage das Moses immer die besten Songs schreiben konnte, wenn es ihm besonders dreckig ging aber bei der neuen Glashaus Platte auch einige Stücke drauf sind, die durchaus positiv sind. Moses dazu:

Ich glaube aber, dass es den Songs gut tut, dass sie eine Krise vor der Entstehung hatten. Ohne das Erleben von Stücken wie „Ich kann mich nicht bewegen“ oder „Schwer“ gibt es nicht den Druck, wenn du „Das hier“ hörst.

Er hat Recht, wenn es dir nicht irgendwann richtig beschissen gegangen ist, kannst du nicht schätzen was es ist, das die besonderen Momente im Leben ausmacht.

In diesem Sinne: „Schnaps für alle“


Zurück aus Dublin

Der eine oder andere mag es vielleicht bemerkt haben: ich war für fünf Tage komplett ohne Internet. Was soll ich sagen, ich habe es nicht nur überlebt, sondern es war auch wunderschön. Der Grund des ganzen? Dublin! Es war ein toller Trip, meine Frau und ich haben die Zeit genossen und unglaublich viel gesehen.

dublin_guinnessIn den nächsten Tagen werde ich bestimmt noch ein paar Blog-Einträge zu dem Thema schreiben. Speziell das Guinness-Storehouse und Glendalough haben einen nähere Betrachtung verdient. Obwohl ich schon an vielen Orten der Welt war, habe ich es bisher nie nach Irland geschafft, wobei es neben Schottland immer eines meiner Traumziele war. Das ganze hängt natürlich auch mit meiner Vorliebe für Guinness Bier und Whiskey zusammen aber das sei nur am Rande erwähnt. ;-)

Ein wirklich tolles Land mit beeindruckenden Landschaften, netten und aufgeschlossenen Leuten, einem tollen englischen Dialekt und – wobei es oft kritisiert wird – wirklich gutem Essen. Wobei man sagen muss, dass das Essen in Dublin selber recht teuer ist: in einem normalen Restaurant hat man eigentlich kaum eine Chance für unter 50 Euro für zwei Personen nach hause zu gehen.

Heute morgen war dann der Urlaub zu Ende und zumindest das Wetter hier in Deutschland hat uns direkt an Irland erinnert. Jetzt heißt es erst mal wieder sortieren, Fotos anschauen und richtig ankommen und dann werde ich sicher bald noch ein wenig mehr schreiben.


Robbie Williams und Take That Comeback

Es war das Ereignis auf das Millionen von Take That und Robbie Williams Fans gewartet haben: Take That mit Robbie Williams vereint. Alle gemeinsam sangen auf der Charity Gala “Children In Need”, die von niemand geringerem als Ex-Beatle John McCartney ins Leben gerufen wurde. Neben Take That und Robbie Williams gab es noch einige andere Hochkaräter aber Robbie und die vier anderen von Take That waren an dem Abend sicher nicht zu überbieten.

robbie_williamsEs war zwar  nicht die hochofizielle Wiedervereinigung, doch am Ende der Gala holte Paul McCartney alle Beteiligten auf die Bühne unter anderem eben auch Robbie Williams und Take That. Arm in Arm mit Gary Barlow sang Robbie Williams dann den Beatles-Hit “Hey Jude”. Es war offensichtlich das alle Beteiligten sich wohl fühlten. Robbie Williams selbst war fast zu Tränen gerührt. Der britischen SUN berichtete er dann später:

Schon als sie sangen, wollte ich mir ein Mikro schnappen und mitmachen. Ich bin nicht mehr nervös, wenn wir zusammen sind, wir haben eine lange Zeit miteinander verbracht. Die Verbitterung und der Groll sind vergangen. Jeder von uns hat jetzt wieder vier Freunde, die ich abgöttisch liebe.

Damit scheint einer Wiedervereinigung nichts mehr im Wege zu stehen und tatsächlich berichtete Robbie Williams weiter, dass es zwar momentan keine Pläne gebe aber der Ball ins Rollen gekommen ist und eigentlich nur noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet wird.


Was man verdient

Manchmal gibt es Tage an denen fragt man sich “Was mache ich hier?”. Nicht immer geht es so weit das nach dem Sinn des Lebens gefragt wird aber ist es nicht legitim zu fragen: “Was habe ich verdient?” Die Frage kann man nicht nur auf unterschiedliche Weise auslegen, sondern sie ebenso vielfältig beantworten.

Mir fällt dazu spontan eine Textstelle aus dem Lied “Mehr Tränen” ein, welches von Jonesmann & Olli Banjo aus dem Album “4 Fäuste für ein Halleluja” ist, um genauer zu sein aus einem bestimmten Remix, der zusammen mit Curse gemacht worden ist. Darin heißt es:

Mein Vater fragt mich was ich verdiene
Was soll ich sagen, denn eigentlich fragst Du nach dem Kontostand bei der Deutschen Bank
Denn wenn Du wirklich wissen willst was ich verdiene
Würde ich Liebe, Glück, Begeisterung antworten plus ein bisschen Friede’

Der Song ist für mich etwas ganz besonderes. Es ist eines der Lieder bei dem ich immer wieder Gänsehaut bekomme, besonders bei dem Part von Jonesmann und der Hook. Für alle die den Song nicht kennen, hier das Video dazu:


Fantasydays Düsseldorf oder “Die Katastrophe”

Vom 6. bis 8. November war ich gemeinsam mit dem 13Mann Verlag auf den Fantasydays in Düsseldorf um meinen Roman “Neue Ufer” und das Rollenspiel Heredium zu promoten. Was eigentlich vielversprechend aussah, hat sich dann zu einer waschechten Katastophe gemausert, die für mich die Fantasydays zu dem schlechtesten Event dieser Art machen, das ich jemals besucht habe.

Wie komme ich zu dieser vernichtenden Kritik? Nun als erstes möchte ich gerne erwähnen, dass nicht nur ich, sondern eigentlich jeder Aussteller mit dem ich gesprochen habe, zu der mehr oder weniger gleichen Meinung gekommen ist. Was für mich ganz wichtig war, denn es hätte ja sein können, dass ich einem temporären Wahnanfall ausgesetzt war und nicht bei klarem Verstand war. Etwas das mich nach diesem Event übrigens nicht gewundert hätte.

Nach der Art wie das Event ausgelegt war, der Größe der Veranstaltungshalle und den anderen Räumen würde ich schätzen, dass die Veranstalter wohl mindestens mit 3.000 bis 4.000 Besuchern gerechnet haben. Ich würde sagen, ohne das ich sie nun wirklich gezählt habe, können die Fantasydays froh sein, wenn sie 400 Besucher gesehen haben. Der Freitag war sogar so katastrophal, dass ich ganz fest davon ausgehe das weitaus mehr Aussteller als Gäste anwesend waren. Das ganze schlägt sich natürlich auf das Geschäft nieder. Die Leute mit denen ich tatsächlich gesprochen habe, kann ich locker an zwei Händen abzählen, von den Verkäufen müssen wir gar nicht erst reden: Lächerlich!

Zu den beschissenen Besucherzahlen kam dann noch die schlechte Organistation und das ist noch echt untertrieben. Es waren wirklich viele Helfer anwesend doch die meisten waren entweder vollkommen ahnungslos, hatten keinen Bock zu arbeiten oder waren schlicht und ergreifend vollkommen überfordert.

Was war aber der Grund für die Katastrophe? Warum sind die Besucher ausgeblieben?

Meine persönliche Einschätzung führt eigentlich zu zwei Hauptgründen:

  1. Fehlende Werbung!
    Ich selber, sowie auch der 13Mann Verlag, der übrigens ebenfalls in Düsseldorf zuhause ist, haben erst vor kurzer Zeit von der Veranstaltung erfahren. Eigentlich durch einen Zufall auf der SPIEL 09 in Essen. Auch andere Kenner der Szene, wie zum Beispiel andere Converanstalter, Verleger, regelmäßige Con-Besucher waren ebenfalls sehr überrascht von diesem Event. Die Menschen wussten einfach nicht das so etwas wie die Fantasydays stattfinden. Da hat jemand mächtig verschlafen was das Marketing angeht.
  2. Der Eintrittspreis!
    Kurz und knackig: 60 Euro für 3 Tage ist zu teuer.

Mein Fazit: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Fantasydays noch Mal geben wird, zumindest nicht in dieser Art. Schade, hätte schön werden können.


Tokio Hotel – Rauf und runter in den Charts

Jeder der mich auch nur einigermaßen kennt weiß, dass ich mit Tokio Hotel nun wirklich gar nichts am Hut habe. Aber warum dann dieser Blog-Eintrag? Ganz einfach! Mir geht ein Artikel der BILD Zeitung wieder mal tierisch auf den Sack, in dem über den Chartabsturz von “Humanoid”, dem neusten Album, spekuliert wird.

Dabei muss man zudem noch anmerken, dass “Humanoid” von Platz 1 auf Platz 25 gerutscht ist. Der 25. Platz ist etwas, von dem die meisten Musiker nur träumen können, von einem Platz in den Top Ten mal ganz zu schweigen. Da muss man auf jeden Fall mal auf dem Teppich bleiben. Dann entspricht ein solches “Absturz” lediglich dem regulären Konsumverhalten, wie es sich bei so gut wie allen Platten zeigt. Was passiert nämlich genau bei der Chartverfolgung? Alle Fans gehen, sobald die Platte draussen ist, in den Laden und kaufen sich das Ding. Das führt dazu, dass ein Album in der ersten Woche extrem hoch einsteigt. Nicht selten ist es sogar so, dass bereits in der zweiten Woche ein Album gar nicht mehr in den Charts ist.

Was mich daran ärgert ist, dass die BILD das natürlich weiß und wenn Sommer wäre, würde ich darauf tippen das wir uns gerade in einem Sommerloch befinden, wenn die so einen Scheiss in die Welt setzen. Hauptsache ein reisserischen Artikel, so das möglichst viele Klicks bzw. Leser gezogen werden. Ja, dass nennt man Boulevard-Journalismus in höchster Vollendung.


Lesung „Neue Ufer“ – Buchmesse Con

Der 24. Buchmesse Con in Dreieich, in der Nähe von Frankfurt war ein voller Erfolg. Meine Lesung von „Neue Ufer“ begann ein paar Minuten später als geplant, da meine „Vor-Leserin“ ein wenig überzogen hatte – war aber nicht schlimm. Alles in allem war die Lesung wirklich gut. Der Saal war nicht nur voll, ich schätze mal so um die 30 Zuhörer, sondern es gab auch recht gute Reaktionen.

Der Applaus bei einer Lesung ist ja beinahe obligatorisch aber am Ende gab es auch einige Fragen zu dem Roman und dem Hintergrund, was zeigt das die Leute ganz gut darauf reagiert haben. Desweiteren konnte ich einige neue Kontakte knüpfen, sowohl zu Kollegen als auch Verlegern und nicht zuletzt war es wieder mal eine gute Gelegenheit alte Freunde zu treffen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Buchmesse Con, dann in der 25. Auflage.


He’s got the feeling

Wieder mal zum Thema “Musikalische Fundstücke im Netz”. Manchmal ist es doch wirklich unglaublich was da für Rohdiamanten in der Welt rum laufen und noch nicht den Weg auf die große Bühne gefunden haben oder vielleicht auch nicht wollen. Das Video hier, sieht man mal von dem “Gequatsche” am Anfang ab, ist wirklich gut. Mich hat es auf jeden Fall gepackt. Anhören, genießen.


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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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