Günther Jauch meets Rösler, Röttgen & Co.

Am heutigen Tag war es wieder soweit und Günther Jauch ist mit seiner (neuen) Talkshow im Ersten in eine weitere Runde gegangen. Zu Gast waren Philip Rösler, Norbert Röttgen, Klaus Wowereit, Beatrice Weder di Mauro und Dirk Müller. Das Thema war nicht nur das Wahldesaster der FDP in Berlin, sondern vor allem auch die Rettung des Euros. Welch ein spektakuläres Thema und wen wundert es: Es kam nichts Neues von den vermeintlichen Experten.

Bei Jauchs Talkshows wird dieses Mal keine neue Sau durchs Dorf getrieben. Viel mehr möchte sich der ARD-Star-Talker mit dem brandheißen Thema Euro-Rettung über die Zeit retten. Geschafft hat er es nicht und das lag nicht allein an dem durchgenudelten Thema. Es hat sich heute wieder das bestätigt, was ich von Anfang an befürchtet hatte: Günther Jauch mag ein akzeptabler Entertainer sein, doch von einem Polit-Talk, geschweige denn tiefsinnigen Gesprächen, hat er leider nicht die geringste Ahnung.

Die knappe Stunde Sendezeit zog sich wie Kaugummi. Am spannendsten waren noch die vollkommen schwachsinnigen Fragen von Jauch. So zum Beispiel die Frage in Richtung Rösler und Röttgen ob ein „gelernter“ Mediziner und Jurist denn überhaupt Ahnung von der Wirtschaft hätten. Bedeutet das im Umkehrschluss, das nur Menschen die Politikwissenschaft studiert haben, Politiker werden können? Oder mal eine Frage ich Richtung Günther Jauch, der seine Anfänge unter anderem als Sportmoderator beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks begonnen hat: Wie konnten sie denn so etwas tun, wo sie doch gar kein Sportler sind?


Wie einen drei Sekunden eine Stunde beschäftigen

Vor einigen Tagen habe ich auf National Geographic eine Dokumentation über den Urknall gesehen. Das Interessante dabei war, dass die ersten drei Sekunden nach dem Urknall das Thema waren. Darüber wurde eine Stunde berichtet. Ein spannendes Zeitphänomen, das auch irgendwie zum Thema passt.

Was bei mir als Nicht-Physiker hängen geblieben ist, ist die Tatsache das Milliarden ausgegeben worden sind, um ein Teilchen zu finden, welches kleiner und schneller ist als ein Quark (damit meine ich nicht das Lebensmittel, sondern das atomare Teilchen), das sogenannte Higgs-Teilchen. Wahnsinn!

 


Mit der eigenen Nase werben

Da geht was mit der Selbstdarstellung. In einer Performancegesellschaft wie der unsrigen – und wir müssen uns nichts vormachen, die meisten sind Teil davon – ist es ungemein wichtig, sich in der richtigen Art und Weise zu präsentieren. Meistens kommen die Tellerdreher, die Menschen die viel Tam Tam machen, ganz gut dabei weg. Nun machen auch Blogger für sich selbst Werbung. Nicht notwendigerweise mit dem Inhalt des Blogs. Nein, viel mehr geht es um die eigene Nase: das Gesicht.

So passt auch der Titel FACELINKING ganz gut. Worum geht es bei dem neuen Portal? Im Prinzip ganz einfach: man reicht ein Foto von sich ein gibt zusätzlich noch eine Beschreibung von sich selbst und/oder des Blogs ab, was in meinem Fall – wahrscheinlich bei vielen anderen auch – bei einigen Facetten auf das gleiche herauskommt. Meinen Eintrag gibt es übrigens HIER zu bewundern.

Was anfänglich einfach nur wie ein weiteres Link-Spreading-Portal anmutet, ist am Ende doch viel mehr. Es stecken echte Geschichten hinter den Köpfen, die man da präsentiert bekommt. Was ich persönlich super finde, ist der Umstand, dass es sehr viele Bilder gibt, die einfach super aussehen. Seien es die berühmten Charakterköpfe in Schwarz/Weiß oder aber die etwas durchgeknallten Szene-Blogger in knallig bunt. Es zeigt, wie vielfältig unsere Gesellschaft ist und als Blogger sind wir ein Teil davon. Ich finde es eine super Sache. Endlich mal wieder eine Idee, die mich echt begeistert hat.

Von all dem abgesehen kommt der Betreiber aus Frankfurt und so oft wie ich die Frankfurter Fahne hoch halte, bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als das Portal zu unterstützen. ;-)


Detlev Jöcker auf Facebook

Seit einigen Tagen ist Deutschlands erfolgreichster Kinderliedermacher nun auch auf Facebook vertreten. Meine Kinder sind total verrückt nach seinen Liedern. Besonders angetan hat es ihnen – das allerdings bereits vor Jahren – die „Schnuppernase“ und „Lecker“. Früher wurde das so oft gespielt, dass es schon fast zur Qual wurde. Inzwischen hat es sich normalisiert.

Die Facebook Interaktion mit Künstlern ist eine tolle Sache und so finde ich es auch super, dass Detlev Jöcker nun auch den Schritt ins Web 2.0 Zeitalter getan hat. Für alle Eltern die es interessiert, HIER geht es zur Detlev Jöcker Facebook Seite.

 


Zeitarbeit gleich Sklavenarbeit

Oft diskutiert, nicht nur mit Freunden und Bekannten, auch mit Menschen, die es nicht hören wollten. Die Ausbeutung in einem normalen Arbeitnehmerverhältnis ist in vielen Betrieben schon gravierend. Besonders schlimm wird es aber wenn wir von der Zeitarbeit oder Leiharbeit sprechen.

Ich bin gerade mal wieder auf das Thema gekommen, weil ich einen sehr schönen Artikel bei den Blog-Kollegen von Djuki gelesen habe, die in etwa in das selbe Horn stoßen wie ich auch: Es ist einfach eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, was da mit Menschen gemacht wird, die auf einen Job angewiesen sind.

Ich zitiere aus dem benannten Artikel:

„Im Prinzip ist die Zeitarbeit als gute Übergangsphase für die Unternehmen ins Leben gerufen worden. Doch ein paar Jahre später wissen wir, dass es eines der größten volkswirtschaftlichen Katastrophen ist. Die Unternehmen erzielen immer höhere Gewinne und kriegen den Hals nicht voll. Auf der anderen Seite kann der kleine Arbeitnehmer trotz Arbeit kaum überleben und soll noch für seine Rente Geld zurücklegen.“

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Muss man immer zu erreichen sein?

Die ständige Erreichbarkeit hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. Kaum jemand der nicht mehr ohne Handy unterwegs ist. Dies ist sicherlich eine Sache, wenn man dies freiwillig tut, sofern man den Gruppenzwang und andere psychische Motivationen noch als freiwillig bezeichnen kann. Eine andere Sache ist es, wenn dies von einem erwartet wird, sei es durch den Arbeitgeber oder die Situation am Arbeitsplatz.

Die Tage habe ich einen interessanten Artikel mit dem Titel „Permanente Erreichbarkeit wird selbstverständlich“ gelesen. Dort wird unter anderem eine repräsentative Umfrage des High-Tech Verbandes BITKOM zitiert, in dem angegeben wird, das 88 Prozent der Berufstätigen auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar sind. Dies steht im Gegensatz zu den 73 Prozent 2009.

Die 15 Prozent Erhöhung allein sind schon erschreckend, viel tragischer empfinde ich jedoch den hohen Prozentsatz an sich. Es kann doch nicht wahr sein, dass beinahe 90 Prozent der Arbeitnehmer Gewehr bei Fuß stehen, wenn der Chef klingelt, auch wenn dies nur im übertragenen Sinne gemeint ist. Ist den Menschen ihre Freizeit wirklich so wenig wert?



Facebook Beziehung auf eBay verkaufen

Als Heinrich Heine sagte „Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht“, hat er sicher nicht mit dem Phänomen Web 2.0 gerechnet. Ansonsten wäre auch er sicher der Meinung gewesen, dass sowohl Verrücktheit als auch Verständnis seine Grenzen haben kann.

Ein nicht zu verachtendes Fundstück in Sachen Kurioses ist mir heute über den Weg gelaufen. Ein Mann versteigert etwas auf eBay. An sich keine große Sache, doch das was er versteigert ist schon recht aufsehenerregend: eine Facebook Beziehung. Für alle die sich bei Facebook nicht so ganz heimisch fühlen sei gesagt: Es gibt dort eine Einstellung, mit der man der Welt mitteilen kann, dass man in einer Beziehung ist oder eben auch nicht. Dafür gibt es dann nochmals unterschiedliche Parameter, wie zum Beispiel „Verheiratet“ oder „Es ist kompliziert“.

Dieser Mann (ein Screenshot der Auktion kann man oben links bewundern), bietet also an das sich jemand – egal ob Mann oder Frau – mit ihm als Bezeihungspartner schmücken kann. Dabei legt der Versteigernde großen Wert zu betonen, dass es sich ausschließlich um eine virtuelle Beziehung handeln wird und ein Treffen im echten Leben ausgeschlossen ist. Obszönitäten sind natürlich auch Tabu. Ein Glück ist der Versand kostenlos. Oh mein Gott!


Neue Branchenbuch AG mit neuer Funktion

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Etwa zwanzig Prozent der in Deutschland lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund, das sind in etwa sechszehn Millionen Menschen. Eine nicht zu verachtende Konsumentenschicht, die hier und da ein wenig allein gelassen wird. Dem Problem angenommen hat sich nun die Neue Branchenbuch AG mit neuer Funktion.

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Rituale strukturieren die Welt

Arbeitet man als Freiberufler, hat man mitunter viel Zeit. Immer genau dann wenn es eine Flaute gibt, zu wenig Aufträge reinflattern oder man schlicht und ergreifend keine Lust hat zu arbeiten. Nichts davon trifft gerade auf mich zu: Es gibt genug Aufträge und über mangelnde Motivation kann ich mich auch nicht beschweren. Dennoch habe ich – gebe ich offen zu – mehr Zeit als der Durchschnittsarbeitnehmer. Wie komme ich gerade jetzt auf dieses Gewäsch?

Ich war heute Mittag zuhause. Kurz vor 12 Uhr bin ich aufgewacht. Was vor allem daran lag, dass ich bis kurz vor 5 Uhr morgens geschrieben habe. Ich möchte dies nur ehrenhalber erwähnen, bevor wieder die „faule Socke“ Rufe laut werden. Da es Donnerstag war, bin ich so wie immer donnerstags, zu dem Hähnchenwagen um die Ecke gegangen, hab mir ein halbes Hähnchen und eine Pommes mit Mayo besorgt. Dann bin ich nach Hause gelaufen, hab den Biography Channel angeschmissen und mir eine Pepsi gegriffen. Alles so wie jeden Donnerstag.

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Charlotte Roche ist die beste Nutte

Ein etwas provokanter Titel, ich gebe es zu. Das Charlotte Roche die „beste Nutte“ sei ist aber keineswegs eine Behauptung, die auf meinen Mist gewachsen ist. Viel mehr sagt sie das über sich selbst, so zum Beispiel zu lesen in der heutigen Printausgabe der Frankfurter Rundschau. Sie ist dies nach eigenen Aussagen deshalb, weil sie extrem gut spüren kann, was andere möchten.

Mir – sowie jedem anderen, halbwegs klar denkendem Menschen – ist durchaus bewusst, dass dies keinesfalls eine spontan dahin gesagte Bemerkung ist, sondern viel mehr einer von vielen gut ausgeklügelten PR-Schachzügen. Nachdem „Feuchtgebiete“ ein Bestseller war (über 1,3 Millionen Mal verkauft), ist nun Roches zweiter Roman „Schoßgebete“ in den Startlöchern. Ich hege keinen Zweifel daran, dass auch dieser Roman wieder zu einem Bestseller wird.

Warum aber geht es mir heute um Charlotte Roche und nicht um eine der anderen, durchaus zahlreich vorhandenen Medien-Nutten? Ich lese durchaus regelmäßig die Frankfurter Rundschau. Mein Ritual ist es, das ich zuerst die Erste Seite lese und dann die Letzte. Eine Seite die in der Rundschau mit der Überschrift „Magazin“ versehen ist. Meistens findet sich dort ein Porträt oder Interview mit einer interessanten Persönlichkeit. Heute war dort (wie auch auf dem Bild das ich geschossen habe) Charlotte Roche zu sehen. Es ging unter anderem um ihren Auftritt bei Markus Lanz.Roche redet – wie auch nicht anders zu erwarten – von ihrem neuen Buch.

Viel persönliches, bla bla, sie möchte verarbeiten, bla bla, sie muss auf sich aufpassen, bla bla. Ich muss Frau Roche in einem Punkt zustimmen. Sie ist tatsächlich eine Nutte, allerdings nicht weil sie extrem gut spüren kann was andere möchten – wobei ich das nicht in Abrede stellen möchte – sondern weil sie sich für die Promotion ihres Buches in einer Art und Weise prostituiert, wie das nicht mal die Nutten in den Frankfurter Bordellen machen würden.

Kurz vor ihrer Hochzeit sind ihre drei Brüder in einem Autounfall verunglückt, als sie auf dem Weg zu ihr waren. Ihre Mutter kam nur knapp mit dem Leben davon. Ein tragisches Unglück. Ich kann mir den Schmerz kaum vorstellen. Charlotte Roche hat dafür mein Beileid und Mitgefühl. Dies ist auch keineswegs ironisch gemeint. Es gibt sicherlich nur wenig Schlimmeres, als Familienmitglieder zu verlieren.

Nun verarbeitet Roche aber in ihrem neuen Buch diese Erfahrung, gemeinsam mit anderen schlüpfrigen Dingen und nutzt in bester „Feuchtgebiete“ Manier die Sex-Sells Masche, gemischt mit Mitgefühl um den Verlust ihrer Brüder. Wie arm ist das denn bitte? Herzlichen Glückwunsch Frau Roche, sie sind ganz unten angekommen. Ich denke der Aufschlag war hart!



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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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