Vor einigen Jahren habe ich mir alle Teile von „Band of Brothers“ zugelegt, ein mehrteiliger Film der von HBO in Auftrag gegeben worden ist und unter anderem von Steven Spielberg realisiert worden ist. Es geht dabei um die Anfänge der Fallschirmspringer, im speziellen um eine bestimmte Einheit, die im 2. Weltkrieg auf der Seite der USA gekämpft hat. Aber eigentlich geht es hier nicht um „Band of Brothers“. Ich erwähne es nur weil es der Stein des Anstoßes ist, der mich dazu bewogen hat diesen Eintrag heute zu schreiben.
Das Ende des 2. Weltkrieges ist mehr als 60 Jahre her, was im Umkehrschluss bedeutet das es langsam aber sicher immer weniger Menschen geben wird, die aus eigener Erfahrung davon berichten können. Schon jetzt gibt es nur noch wenige, die aktiv am Krieg teilgenommen haben und in ein paar Jahren wird es niemanden mehr geben. Niemanden wie zum Beispiel Lewis Bennett, der Ende 2009 gestorben ist und davon erzählen kann, eigene Emotionen, eigene Erfahrungen einbringen kann.
Wenn wir das ganze mal weiterspinnen, wird es auch bald niemanden mehr geben, der aus zweiter Hand davon erfahren hat. Ich kann mich noch daran erinnern das mir mein Opa sehr eindrucksvoll davon berichtet hat, von seiner Zeit als Soldat, dem Krieg und seiner Zeit als Kriegsgefangener. Ich bin Baujahr 1973 und ich will nicht sagen das meine Tag gezählt sind – ich habe mir fest vorgenommen 100 Jahre zu werden und das bei bester Gesundheit – aber was passiert wenn es unsere Generation auch nicht mehr gibt? Wird dann der 2. Weltkrieg zu etwas ganz abstraktem, etwas das einem Spielfilm gleich, surreal und so weit weg? Werden dann die Menschen vergessen sein, die während dieser Zeit guter oder schlechtes getan haben?