Posts tagged with “Frankfurt”

Prediger in Frankfurt

Samstag, 30 Januar, 2010

Ich habe mich heute abend mit einem guten Freund in der Innenstadt getroffen um gemütlich was essen und trinken zu gehen. Wie eigentlich immer steige ich an der Frankfurter Hauptwache aus und komme an einer kleinen Gruppe von sehr missionierungswütigen Christen vorbei, die meinen die Allgemeinheit mit schlechtem Gesang, falschem Gitarrenspiel und nervigen Predigten zu nerven. Eigentlich geht mir das nie großartig auf die Nerven aber heute kam ich damit irgendwie nicht so richtig klar. Vielleicht lag es den Kopfschmerzen die mich schon den ganzen Tag gequält haben oder aber an dem Halsweh, das mir langsam den Rachen hoch kriecht. Vielleicht hatte ich aber einfach nur einen miesen Tag.

Um mir den Moment in Erinnerung zu behalten und auch den Rest der Menschheit damit zu quälen, habe ich auch ein Foto geschossen.

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Das letzte Bozz Konzert

Freitag, 4 Dezember, 2009

So wie man es nicht anders erwarten würde, war das finale Konzert von Azad & Co. in Frankfurt. Mit der Batschkapp war auch ein exzellenter Ort gewählt und zudem was das Konzert auch sehr gut besucht, was ich aber auch zu dem Anlass nicht anders erwartet hätte.

bozz_logoNachdem Azad das Ende von Bozz-Music angekündigt hat, war klar das man, wenn man den Fan ist, auf jeden Fall die Tour besuchen sollte, da es wohl die letzte Gelegenheit sein würde alle Bozz Künstler noch einmal gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Um 20 Uhr war Einlass und irgendwann um kurz nach 21 Uhr ging es dann auch wirklich los. Man hätte meinen können das irgendwelche Newcomer den Aufheizer spielen aber da haben pessimistische Besucher die Rechnung ohne Azad gemacht, der niemand geringeres als Tone und Magic auf die Bühne geholt hat. Der Frankfurter Reimroboter hat dann auch mächtig eingeheizt und die Bühne für den Hauptact klar gemacht.

Ich will eigentlich auch gar nicht so viele Worte darüber verlieren. Obwohl es eine geile Show war, war es auch ein trauriger Moment. Mit dem Ende von Bozz Music geht auf jeden Fall eine Ära im deutschen Hip-Hop zu Ende und es zeigt ganz deutlich wie sehr der Markt gerade zu kämpfen hat. Azad, Jeyz und die Jungs von 439 haben echt alles während der Show gegen und obwohl es weniger mit dem musikalischen zu tun hat, so war doch die Ansprache von Azad für mich am ergreifendsten. Das waren auch Momente wo es im Publikum ganz still wurde und man konnte einfach spüren das da etwas besonderes geschieht.

Ich muss aber auf jeden Fall sagen, dass ich mir langsam aber sicher ein wenig deplatziert auf Konzerten dieser Art vorkomme. Das sage ich nicht nur weil ich den Altersdurchschnitt locker um 10-20 Jahre angehoben habe, sondern auch von der ganzen Atmosphäre die herrscht. Eigentlich habe ich echt keinen Bock mehr mich mit Halbstarken Assis in eine Reihe zu stellen, die es nicht mal schaffen ein grammatikalisch richtigen Satz von sich zu geben, ganz zu schweigen von der Tatsache das überall „Alter“, „weißt Du“ oder sonst irgendein Unsinn mit enthalten ist.

Am Ende des Tages war ich aber froh das ich da war, wobei ich es mir echt nur noch schwerlich vorstellen kann auf ein weiteres Konzert der „Straßen-Rap“ Fraktion zu gehen. Azad war da echt was besonderes.

Moses Pelham will „Schnaps für alle“

Samstag, 28 November, 2009

…. und ich kann nicht anders als zu sagen: „Ja, vielleicht wäre es besser wenn die ganze Welt betrunken wäre.“ Musik hat eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Sie kann dafür sorgen das man sich besser fühlt, erleichtert, bestärkt oder auch ganz tief runtergezogen. Es ist kein Geheminis, Freunde und aufmerksame Leser dieses Blogs wissen das, dass Musik auch in meinem Leben eine große Rolle spielt.

„Schnaps für alle“ gehört auf jeden Fall zu einem der Songs, mit denen ich mich ganz eng verbunden fühle, der mit besonderen Erinnerungen belegt ist, die man so niemals ausradieren kann – vielleicht auch nicht will. In einem Interview, welches ich kürzlich mit Moses, Martin Haas und Peppa geführt habe, fand ich eine Stelle besonders interessant. Wir kamen auf die Frage das Moses immer die besten Songs schreiben konnte, wenn es ihm besonders dreckig ging aber bei der neuen Glashaus Platte auch einige Stücke drauf sind, die durchaus positiv sind. Moses dazu:

Ich glaube aber, dass es den Songs gut tut, dass sie eine Krise vor der Entstehung hatten. Ohne das Erleben von Stücken wie „Ich kann mich nicht bewegen“ oder „Schwer“ gibt es nicht den Druck, wenn du „Das hier“ hörst.

Er hat Recht, wenn es dir nicht irgendwann richtig beschissen gegangen ist, kannst du nicht schätzen was es ist, das die besonderen Momente im Leben ausmacht.

In diesem Sinne: „Schnaps für alle“

Disney ganz “Oben”

Sonntag, 20 September, 2009

Wobei eigenbtlich müsste man ja sagen Pixar. Da diese aber inzwischen auch zum Disney Konzern gehören, ist der Titel vielleicht doch nicht so falsch. Ich war heute mit Emily, meiner ältesten Tochter, in dem Film „Oben“ und ich muss sagen: meine Erwartungen wurden erfüllt.

oben_filmWie immer gab es für Emily ein Kids-Menü (dieses mal ein „Oben Menü“), dass machen die Jungs vom Kino eigentlich immer recht gut. Heute bestand das Menü aus einem Getränk (natürlich im „Oben“ Themen Becher), Popcorn und einem „Oben“ Poster. Ganz nett.

Das Kino war bis oben hin voll und, was an einem Sonntagmittag nicht verwunderlich ist, gut die Hälfte davon waren Kinder. Wobei ich das Gefühl hatte, dass Emily mit ihren 5 Jahren zu den Jüngsten gehört. Das Alter der Kids war wohl so zwischen 8 und 12 Jahren, denke ich. Das spiegelt auch recht gut den Anspruch des Films wider, welcher zwar viele Slapstick-Momente hat, über die man auch als Kind einfach so lachen kann, es gab aber auch viele unterschwellige Gags, die für jüngere Kinder nicht so einfach zu verstehen sind.

Auch die Story ist nicht so ganz lustig, wie es vielleicht den Anschein haben mag. Im Prinzip geht es darum, dass ein alter Mann versucht den Tod seiner Frau zu verarbeiten, in dem er das macht, was sie sich ein Leben lang vorgenommen haben: zu den Paradiesfällen nach Südamerika zu reisen. Das Ganze ist natürlich superlustig gemacht, angefangen damit, dass der alte Knacker die Reise mit seinem eigene Haus unternimmt, welches mit Hilfe von vielen tausenden Gasballons Flügel bekommt, über den kleinen Pfadfinder, der zufällig mit an Bord ist, bis hin zu den Hunden, die mithilfe von besonderen Halsbändern sprechen können.

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U-Bahn und Kronjuwelen

Donnerstag, 17 September, 2009

Ich bin ein echter Fan der öffentlichen Verkehrsmittel, dass meine ich ganz ohne Ironie und Hintergedanken aber manchmal, da passieren Dinge, die sollten einfach nicht passieren. So zum Beispiel U-Bahn Fahrer, die so rasant anfahren, dass man nichts anderes tun kann, als auf die Fresse zu fliegen.

eierIch habe es in der Vergangenheit des Öfteren gesehen, dass Menschen, vor allem Senioren oder Kinder, hinfallen, nur weil ein U-Bahn Fahrer wieder mal meinte so schnell anzufahren wie in einem Formel-1 Rennen. Eigentlich rege ich mich immer darüber auf, wobei ich sagen muss, dass die Frankfurter Bus Fahrer noch ein Tick schlimmer sind.

Was ist passiert? Warum schreibe ich darüber in meinem Blog? Ganz einfach: Ich habe heute Mittag Emily, meine älteste Tochter, von der Schule abgeholt. Wir fahren dann, so wie immer, mit der U-Bahn heim, was so etwa 15 Minuten dauert. Wir steigen ein und es ist relativ voll. Emily bekommt einen Sitzplatz und ich bleibe einen Moment stehen. Eine Station später steigt dann jemand aus und ich will mich dort hinsetzen. Ich rücke also gerade Emily’s Schulranzen zurecht und will mich hinsetzen, als die U-Bahn losfährt wie vom Blitz getroffen. Da ich gerade in seitlicher, halb gebückter Haltung war, kann ich mich nicht halten und falle meinen Sitznachbarn direkt in den Schoß: Ellenbogen voraus, direkt in die Leistengegend des guten Mannes. Ich höre nur ein leises stöhnen, sehe ein bleiches Gesicht und kann eigentlich nicht mehr sagen als: „Es tut mir leid, alles ok?“. Nun ja, er hatte die nächsten paar Sekunden keine Luft um mir antworten zu können und ganz ehrlich, er sah alles andere als ok aus. Nun ja, zum Glück hat er es nicht allzu eng genommen, als er denn dann mal wieder atmen und reden konnte. Blöd war es trotzdem.

Was will ich damit sagen?

„Ihr beschissenen U-Bahn Fahrer. Wartet gefälligst ein paar Sekunden bevor ihr los fahrt und noch ein Tipp: es gibt auch was anderes als Vollgas!“

Unterwegs in Frankfurt

Mittwoch, 2 September, 2009

Ich bin ja begeisterter Teilnehmer der öffentlichen Verkehrsmittel und nein, dass ist kein Witz, ich benutze sie wirklich gerne. Man bewegt sich ein bisschen, hat unter Umständen Zeit zu lesen, Musik zu hören oder, was besonders lustig, befremdlich oder traurig sein kann: man kann Leute beobachten.

Ich stehe heute also an der U-Bahn Station Frankfurt (Nieder-Eschbach) und warte auf die U2 in Richtung Innenstadt. Während sich so da stehe und warte, kommt ein junger Mann angelaufen mit Handy am Ohr und unterhält sich lautstark.

Er: „Ey Alter, ich versuch Dich seit Stunden zu erreichen, Alter.“

Er hört ein paar Sekunden zu, dann spricht er weiter.

Er: „Ach, Du Fettsack (lacht). Hurensohn, Penner, erzähl mal wie geht Dir?“

Es folgt ein wenig nicken, lachen, dann geht es weiter.

Er: „Du bist voll der Hurensohn, Alter. Hast Du gefunden?“

Er: „Echt, hast Du gefunden, Alter. Ach, Du bist doch ein Hurensohn.“

Er: „Voll korrekt. Treff Dich dann gleich, Alter.“

Dann hat er aufgelegt.

Dazu muss man sagen, dass dieses Gespräch auf eine Art und Weise geführt wurde, die klar machte, dass die beiden sich auf eine freundschaftliche Art und Weiseunterhalten haben, nicht etwa das der eine den anderen Beleidgen wollte.

Was lerne ich daraus?

Ich verstehe die Sprache der Jugend nicht. *g*

Gewinnspiel Echte Musik

Samstag, 25 Juli, 2009

Für alle die ein Interesse an deutschem Hip-Hop haben, lohnt es sich jetzt weiterzulesen. Für alle anderen: schaut/hört es euch an, vielleicht gefällt es euch ja trotzdem *g*. Worum geht es? Ganz einfach: dass Frankfurter Hip-Hop Label hat gestern den Sampler „Kapitel Eins: Zeit für was Echtes“ herausgebracht, der nicht von schlechten Eltern ist. Jetzt gibt es auch noch was zu gewinnen!

Auf Hip-Hop-News habe ich ein dreiteiliges Special gebracht, in dem alle Beteiligten Rede und Antwort gestanden haben. Im dritten Teil gibt es ein abschließendes Gewinnspiel, bei dem man 3x den Label-Sampler gewinnen kann und als besonderes Goodie auch noch Plätze für die Gästeliste der Releaseparty, die am 31. Juli in Frankfurt steigt.

Hier die Links zu den drei Teilen des Specials:

Special Teil 1
Special Teil 2
Special Teil 3 + Gewinnspiel

Falls jemand mitmachen am Gewinnspiel teilnehmen möchte: viel Glück! :-)

3P ist wieder online

Mittwoch, 27 Mai, 2009

Nachdem ich die letzten Tage die Stimme von Moses verfolgt habe und gespannt auf das war, was da kommen möge, hat sich heute, irgendwann nach Mitternacht, dass Geheimnis gelüftet und jedermann konnte einen Blick auf die neue Seite von 3P werfen.

3pWas hat sich getan? Als erstes mal das, was viele schon vermutet haben: 3P in seiner alten Form gibt es nicht mehr. Die neue Seite sieht gut aus und Moses erklärt in seinen einleitenden Worten auch recht gut das, was 3P jetzt ist, vielleicht schon immer hätte sein sollen:

„Ich habe mich von dem Gedanken, dass 3p langfristig eine Heimat für eine größere Gruppe von Künstlern sein kann, verabschiedet. Menschen verändern sich, haben unterschiedliche Perspektiven und entwickeln so unterschiedliche Ziele. Ich möchte meine Zeit nicht damit verbringen, Menschen zusammenzuhalten, die nicht zusammengehören.“

Ausserdem, fügt er hinzu:

„Jetzt und hier arbeiten wir an genau einem Projekt, nämlich meiner Band GLASHAUS.“

Damit ist alles gesagt was gesagt werden muss und der Neger mit der Glatze, so wie er sich selbst gerne bezeichnet, bringt es wieder mal auf den Punkt. Ich freue mich auf jeden Fall, dass wieder etwas passiert mit 3P und bin mehr als gespannt, wie die neue Glashaus Platte klingen wird. Ich war und bin sehr skeptisch, wie Glashaus ohne Cassandra Stehen klingen wird, die für mich immer ein vitaler Bestandteil von GLASHAUS war. Etwas Ähnliches habe ich auch schon in Millus Blog kommentiert. Ich werde aber für alles offen sein und mich einfach auf das freuen, was kommen wird.


Sabrina Setlur auf Männersuche

Mittwoch, 20 Mai, 2009

Was mussten meine entzündenden Augen heute in Deutschlands erfolgreichstem Boulevard-Blatt lesen? Sabrina Setlur sucht nun ebenfalls einen Mann via TV. Godness gracious, dass kann doch nicht wahr sein. Wenn es mit der Musik nicht klappt, zumindest scheint es so, muss die Fame von woanders kommen. Aber so?

setlurAb Sommer strahlt Sat1 die Show “Promi Singles – Traumfrau sucht Traummann” aus. Abgesehen von Sabrina Setlur, früher mal bekannt als Schwester S, ist auch die Dschungelcamperfahrene Désirée Nick und Maja Prinzessin von Hohenzollern dabei.

Meine ganz persönliche Meinung zu dem ganzen: diese Art von Shows sind ja wirklich ganz “nett” und unterhaltsam und es ist, so denke ich, auch jedem klar, dass die Promis die dort teilnehmen, nicht wirklich auf Partnersuche sind. Bestes Beispiel hierzu sind ja die ganzen MTV-Shows als “Flavour of Love” oder “Rock of Love”. Es ist nur schade, wenn jemand Sabrina Setlur, die nicht nur wunderhübsch ist, sondern auch echte andere Qualitäten hat, an so was teilnehmen muss. Ich hoffe nur das ganz lohnt sich für sie und der Ausgleich für den Imageschaden ist in der Gage mit inbegriffen.

Zur BILD sagte Sabrina:

“Ich würde gerne einen Mann kennenlernen, der meine Ecken und Kanten respektiert, aber vielleicht auch etwas anderes aus mir herauskitzeln kann“.


Was ist eigentlich los mit 3P?

Montag, 20 April, 2009

Nimmt man es genau, hat man eigentlich schon seit einigen Jahren nichts mehr hörenswertes aus dem Hause 3P gehört, doch was bei dem Frankfurter Label seit knapp einem Jahr abgeht, sprengt doch so einige Rahmen, die man vielleicht vorher noch als akzeptabel abgetan hat.

3pNicht nur das alle Websites offline sind, abgesehen von einem äußerst kargen Forum, auf das man hin und wieder stößt. Fans und Freunde der Frankfurter Musik werden auch völlig im Dunkeln gelassen. Die Informationspolitk von Moses Pelham war schon immer spärrlich und merkwürdig, doch eine neue Spitze ist auf jeden Fall erreicht.

Nach Anfragen bei dem Label selbst, eine Telefonnummer und valide Adresse gibt es immerhin noch, heißt es lediglich, dass Moses gerade im Studio ist und man über alles weitere keine Auskunft geben kann. So viel Geheimniskrämerei kann ja ganz lustig sein, auf Dauer ist es jedoch nur noch nervenaufreibend.

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