Andy’s World

Aus der Sicht und mit den Worten von….

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Bestimmt kennt ihr das. Es liege häufig Bücher, Zeitschriften oder andere Dinge in der Toilette, die als Kurzweil dienen. Mir ist aufgefallen das es bei mir neuerdings die Juice ist, ein Hip-Hop/Urban Magazin oder wie auch immer sich das Ding nun schimpft. Damit liegt das Blättchen neben einer Fernsehzeitung und den Boulevard-Blättern meiner Frau, wie zum Beispiel der Gala.

Was sagt das aber über die Juice aus? Für mich ganz persönlich – und ich habe die Juice früher regelmäßig gelesen, jetzt nur noch alle Jubeljahre – hat sich das Magazin zu einem fahlen Abklatsch diverser US-Magazine entwickelt. Ohnehin frage ich mich was US-Künstler auf dem Cover der Juice zu suchen haben? Die Musik der Amis in aller Ehren, ich stehe selber auf viele US-Rapper, aber die Jungs bekommen doch allesamt schon genug Fame in hunderten von Medien und wer hat schon mal einen deutschen Künstler auf dem Cover eines US-Magazins gesehen? Was soll das also? Warum muss die Juice sowas machen, während etablierte deutsche Künstler – vom Underground wollen wir mal gar nicht reden, denn auch da grast die Juice lieber den Ami-Underground ab – stiefmütterlich behandelt werden?

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Wieder mal zum Thema “Musikalische Fundstücke im Netz”. Manchmal ist es doch wirklich unglaublich was da für Rohdiamanten in der Welt rum laufen und noch nicht den Weg auf die große Bühne gefunden haben oder vielleicht auch nicht wollen. Das Video hier, sieht man mal von dem “Gequatsche” am Anfang ab, ist wirklich gut. Mich hat es auf jeden Fall gepackt. Anhören, genießen.

So oder so ähnlich könnte man wohl einen Artikel des Hip-Hop Magazins 16Bars zusammenfassen, welcher der netten Namen „Von Messerstechern zu Moralaposteln – Der Wandel des Straßenraps (Teil I)“ trägt. Was in diesem Artikel so herangezogen wird, lässt mir, als jemanden der schon Rap gehört hat, als es deutschen Rap noch gar nicht gab, die Haare zu Berge stehen.

Das soll jetzt nicht rüberkommen wie „Ich bin ja schon so lange dabei und weiß sowieso alles besser.“ In beiden Fällen gibt es Menschen, die da wesentlich mehr vorzuweisen haben. Nein, mir geht es einfach um die Art und Weise, wie Musik da durch den intellektuellen Fleischwolf gedreht wird, bis es zu einer unidentifizierbaren Masse geworden ist, die eigentlich nichts mehr mit dem zu tun hat, was deutschen Rap eigentlich ausmacht oder auch ausmachen könnte.

Die Message, welche der Artikel rüberbringen soll ist folgender: die Medien – aber auch die Künstler selber – haben den deutschen Rap zu dem gemacht war er heute ist. Geprägt von Pseudo-Straßen-Gangster-Gehabe und jetzt bekommen sie die Rechnung, nämliche sinkende Verkaufszahlen. Das bringt 16Bars eine Theorie, welche nicht nur schon vor Jahren Staub angesetzt hat, sondern mit Sicherheit kein alleiniges Problem der Labels oder Künstler ist. Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass, selbst wenn man sich anschicken würde es zu lösen, ein sehr langer und harter Prozess sein dürfte. Diesen Prozess wird niemand freiwillig begehen. Jungs wie La Honda oder Massiv fahren zwar momentan eine sanftere Schiene, doch liegt das wirklich nur daran, dass die Labels Druck machen oder die Verkaufszahlen nicht stimmen? Es könnte ein Grund sein, vielleicht ist es auch ein Teil des Problems, doch man könnte ja auch durchaus mal annehmen, dass erwachsene Männer dazu in der Lage sind, sich künstlerisch weiterzuentwickeln und ein Album nicht genauso klingen muss wie das andere. Verrückt, oder?

Natürlich ist es sehr einfach die Schuld, sofern es eine gibt, jemanden zuzuschieben. Das liegt in der Natur der Menschen, denn nur was in eine Schublade gesteckt werden kann, kann vollkommen verstanden werden. Wenn dann plötzlich eine gelbe und eine rote Socken zusammenliegen, bricht das Chaos aus.

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Na gut, ich gebe es zu, in der Hip-Hop Szene ist es nicht wirklich etwas außergewöhnliches, Mixtapes zum Download anzubieten und genau so etwas ist die „War Angel LP“ von 50 Cent. Trotzdem ist es doch erwähnenswert, da Curtis James Jackson alias 50 Cent, ansonsten eher sparsam mit der Veröffentlichung von Mixtapes umgegangen ist.

war_angelHerunterladen kann man das gute Stück über die Website www.thisis50.com. Verfügbar wird es sein ab 4 PM Eastern Standard Time oder besser gesagt um 4 Uhr morgens unserer Zeit. Ich denke für die Fans von 50 Cent ist das auf jeden Fall ein Muss, Fans von US Hip-Hop sollten auf jeden Fall mal rein hören und alle anderen: Na ja, entscheidet selbst.

Ich für meinen Teil, da ich eigentlich die Musik des New Yorker Rappers ganz gerne mag, werde auf jeden Fall mal rein hören und danach entscheiden, ob die Titel wert sind, auf meinem MP3 Player zu landen.

Zu den Jungs von MTV hat 50 Cent übrigens folgendes gesagt:

„Es ist kein spezielles Ziel oder Person über die ich schreibe. Wenn Du es hörst, im Vergleich zu all dem anderen Material, dass ich auf die Straße gebracht habe, ist es einfach das beste Material, dass ich in der Mixtape Phase bringe. Die Art wie Musik gerade ist. Wenn sie es hören was es ist, werden sie sagen ‚Das ist es was wir gebraucht haben‘.“

Weiterhin gab 50 bekannt, dass es zwei weitere Mixtapes geben wird, die er bald auf den Markt bringt. „Sincerely Southside Part 2“, wird das nächste sein, das am 4. Juli erscheint und danach ein G-Unit Mixtape, dass allerdings noch keinen Titel hat aber ebenfalls kurz vor der Fertigstellung steht.

Dennis Lisk alias Denyo ist wieder da. War er denn jemals weg? Zumindest nicht aus meinem Herzen. Der sympathische Musiker aus Hamburg, der Mitglied bei den Beginnern ist, hat bei Four Music gesigned und wird in Bälde sein neues Album vorstellen. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie man hier in Frankfurt sagt.

Der gute Mann hat darüberhinaus in seinem Blog eine persönliche Top 10 Liste seiner persönlichen Favoriten erstellt, mit der ich in einigen Punkten durchaus übereinstimme. So zum Beispiel “Dieser Weg” von Herbert Grönemyer, dass ich für eines der emotionalsten Liedern überhaupt zähle. Ausserdem “Renegade” von Jay-Z feat. Eminem. Auf jeden Fall Hip-Hop at it’s best.

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Es ist schon ein paar Tage her, wie bereits HIER beschrieben, als die Welt im 3P-Medien-Himmel noch in Ordnung war. Eines der ganz großen Highlights, in der Post-RHP-Ära, empfand ich immer den Song “Strugglin”, vor allem aber das Video. Moses Pelham, Illmatic und Kool Savas waren einfach ein geiles Team.

strugglinIrgendwie bin ich durch Zufall wieder Mal auf das Video gestossen und habe es mir gleich 2-mal hintereinander angeschaut. Gerade in dem Hinblick wirkt es aber auch traurig, wenn man bedenkt dass das Label von Savas ebenfalls dicht machen musste. Passiert das selbe mit 3P? Ist es vielleicht schon passiert und es weiß nur niemand?

Optik Records waren ja nicht die einzigsten. Royal Bunker erging es ebenso und wie man so hört, steht es um ersguterjunger auch nicht viel besser, zumindest wenn man den zahlreichen Gerüchten glauben darf.

Was ist los mit Hip-Hop Deutschland?

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Nimmt man es genau, hat man eigentlich schon seit einigen Jahren nichts mehr hörenswertes aus dem Hause 3P gehört, doch was bei dem Frankfurter Label seit knapp einem Jahr abgeht, sprengt doch so einige Rahmen, die man vielleicht vorher noch als akzeptabel abgetan hat.

3pNicht nur das alle Websites offline sind, abgesehen von einem äußerst kargen Forum, auf das man hin und wieder stößt. Fans und Freunde der Frankfurter Musik werden auch völlig im Dunkeln gelassen. Die Informationspolitk von Moses Pelham war schon immer spärrlich und merkwürdig, doch eine neue Spitze ist auf jeden Fall erreicht.

Nach Anfragen bei dem Label selbst, eine Telefonnummer und valide Adresse gibt es immerhin noch, heißt es lediglich, dass Moses gerade im Studio ist und man über alles weitere keine Auskunft geben kann. So viel Geheimniskrämerei kann ja ganz lustig sein, auf Dauer ist es jedoch nur noch nervenaufreibend.

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