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In einem Blogeintrag von Stefan Niggemeier, Medienjournalist aus Berlin, wird recht gut dargestellt, welche Probleme man momentan als Journalist hat wenn man Mitschnitte von Sendungen, Reportagen, etc… online stellen möchte. Man schwankt bei der recht ausführlichen Darlegung zwischen Unverständnis und Wut. Natürlich haben TV-Sender wie RTL oder Pro7 das Urheberrecht an ihren eigenen Sendungen, doch das journalistische Mittel des Zitats, welches durchaus erlaubt Mitschnitte von Sendungen zu präsentieren, wird hier vollkommen ausgeblendet.

Dieser Satz im Blogeintrag beschreibt es recht gut:

Natürlich besitze ich keine Rechte an dieser Szene und darf sie deshalb eigentlich nicht bei irgendwelchen Videoportalen hochladen. Andererseits hatte ich das Video in einen Blogeintrag eingebettet, der sich mit dem Gezeigten beschäftigt, wodurch der Gebrauch durch das Zitatrecht gedeckt wäre. Wiederum andererseits sieht man das aber dem Video selbst nicht an, das ja ausschließlich aus dem Inhalt von ProSieben besteht.

Dir Crux ist mit Videos, die man auf öffentliche Plattformen wie YouTube oder MyVideo hoch lädt, dass sie natürlich auch nicht nur dort gesehen werden können wo sie eingebettet sind, sondern auch auf der Plattform selber und somit aus dem journalistischen Kontext gerissen werden. Das die Sender hier aber derartig vorgehen und eine technische Lücke sehr oft ausnutzen um eigenes Problempotential zu verschleiern ist meiner Meinung nach eine Frechheit, die schon fast einer speziellen Form der Zensur nahe kommt.
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Meine Güte, wie habe ich damals die „Harald Schmidt Show“ verschlungen. Es hat mir schon was gefehlt, als Schmidt dann aufgehört hat und die Show die er mit Oliver Pocher gemacht hat, die war eher ein schlechter Ersatz. Eins, zwei mal habe ich sie mir angeschaut, dann nie wieder.

haraldBeim surfen über die Seite der BILD Zeitung, bin ich dann über den Artikel „Dirty Harry kehrt auf den Bildschirm zurück“ gestolpert und habe mir gedacht: „Das hört sich gut an, schau mal rein“. Was soll ich sagen, ich habe es nicht bereut. Ab 22:45 Uhr gab es eine Dreiviertelstunde Harald Schmidt in Bestform.

Bissig, voller Wortwitz und alles in allen nicht nur pointiert, sondern auch am Zahn der Zeit. So Einspieler wie zum Beispiel „Der Schweinegrippenjournalismus“ oder die veränderten Wahlwerbespots, dass war schon nicht von schlechten Eltern aber am Ende des Tages bin ich auch nicht wirklich objektiv, da ich großer Harald Schmidt Fan bin.

Auf der Website von Harald Schmidt, beziehungsweise der Sparte der ARD, die sich damit befasst, ist es auch ganz gut zusammengefasst:

„Late Night – das Original – scharf, politisch, satirisch und gnadenlos, also Harald Schmidt, wie ihn die Zuschauer wollen und wie es nur Harald Schmidt kann. Ein Stand-Up, ein Schreibtisch, eine Live-Band (unter der Leitung von Helmut Zerlett), ein Gast (bevorzugt aus den Bereichen Politik und Kultur).“

Beim surfen durch die ARD Seite bin ich dann auch auf die Harald Schmidt Bildergalerie gestolpert, die ebenfalls echt sehenswert ist, wenn man sich denn mal an die alten Zeiten erinnern will.

In den letzten Jahren ist der Online-Journalismus immer wichtiger geworden, so sind es doch gerade auch die Online-Angebote vieler Zeitungen, die den traditionellen Tageszeitungen noch Gewinne bescheren, während das Print Angebot schon längst rote Zahlen schreibt.

Dabei muss allerdings eine klare Trennlinie gezogen werden zwischen dem herkömmlichen Blog und dessen verschiedene Derivate, wie zum Beispiel das „twittern“ und dem qualitativen Online-Journalismus, wie er zum Beispiel auf Suite101 aber auch der FAZ betrieben wird. Am Ende des Tages ist es lediglich das Medium wo der Artikel veröffentlicht wird, die Arbeit die dahinter steckt, zumindest für den Journalisten, ist sehr oft gleich.

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