An vielen Tagen ist mein Tagesablauf gleich: nachdem ich bis morgens 3 oder 4 Uhr schreibe, schlafe ich so etwa bis 10 Uhr, erledige ein paar Text-Aufträge, esse zu Mittag und hole dann meine Kinder von Schule und Kindergarten ab. Hin und wieder erlebt man dann etwas Besonderes, so wie letzte Woche.
Als erstes hole ich meistens Emily ab, da sie in die Schule geht und die Betreuung nur bis 15 Uhr geht. Dann gehe ich in Richtung Kindergarten um Lina – meine jüngere Tochter – abzuholen. Sehr oft gehe ich vorher noch mit Emily auf den Spielplatz, da Lina erst ab 15:30 Uhr abgeholt werden kann. So auch letzte Woche. Emily war auf dem Spielplatz und nachdem sie eine Weile auf der Wiese, in den Büschen und im Sandkasten gespielt hat, kommt sie zu mir und zeichnet auf den Boden einen Smiley. Dann schaut sie mich an und fragt: „Daddy, weißt Du was das wichtigste im Leben ist?“. Leicht amüsiert verneine ich die Frage und sage: „Was ist es denn?“ Daraufhin lächelt sie und meinte: „Ich glaube das wichtigste im Leben ist es fröhlich zu sein.“
Wie immer gab es für Emily ein Kids-Menü (dieses mal ein „Oben Menü“), dass machen die Jungs vom Kino eigentlich immer recht gut. Heute bestand das Menü aus einem Getränk (natürlich im „Oben“ Themen Becher), Popcorn und einem „Oben“ Poster. Ganz nett.
Wenn ich irgendwelche Horromeldungen in den Nachrichten sehe oder in der Zeitung lese, in denen es darum geht das Eltern ihren Kinder etwas schreckliches antun, bin ich immer furchtbar betroffen. Es ist, denke ich, dass Gefühl der Hilflosigkeit aber auch ein vollkomenes Fehlen des Verstehens. Bei aller Empathie, die ich besitze oder auch nicht, ist es mir nicht einmal im Ansatz möglich, solche Menschen, sofern es sich dabei noch um Menschen handelt, zu verstehen.