Gestern Abend war es dann soweit und um 22:15 Uhr startete die „Oliver Pocher Show“ auf SAT1. Was soll ich sagen, ich war sehr skeptisch. Nicht nur weil ich mir sicher war, dass Pocher einfach nicht das Format hat, eine Late Night Show zu machen, sondern auch weil ich der Meinung war, dass es nur als Konkurrenzprodukt zu der „Harald Schmidt Show“ gedacht ist.

Ich bin kein Pocher Fan, war es nie und werde es wahrscheinlich auch nie werden aber ich hatte beschlossen, der „Oliver Pocher Show“ eine Chance zu geben. Man muss Menschen, also auch dem Pocher, zugestehen, dass sie sich entwickeln können. Wie sagte Doch ein Freund von mir gestern (es ging allerdings um Guido Westerwelle): „Ich mag den immer noch nicht aber seine Person hat mich nicht davon abgehalten seine Partei zu wählen.“ So ähnlich habe ich das im Bezug auf Pocher auch gesehen.

Das erste was mir bei der Show aufgefallen ist: Pocher war extrem nervös und die Gags ebenso flach. Vom Format her, ist es genau so angelegt wie man sich eine Late Night Show vorstellt: Pocher macht ein wenig Stand-Up, es gibt ein paar Einspieler und Gäste gibt es natürlich auch. Das nächste was mir dann aufgefallen ist: Pocher kann (noch immer) nicht sonderlich gut mit Menschen umgehen. Sowohl der erste Gast, Johannes B. Kerner, als auch der zweite, Shakira, konnten einem echt leid tun. Besonders Shakira. Beispiel: Sie sagte ihm, dass sie über zwei Dinge niemals im TV redet: Religion und Sex. In diesem Moment hatte sie das wirklich ernst gemeint, dass konnte man merken. Was macht Pocher als nächstes: er fragt sie ob sie mit ihm Sex im Kölner Dom haben will.

Muss man an dieser Stelle noch mehr sagen? Ich hab dem Typ eine Chance gegeben, mich als Zuschauer zu gewinnen, weil ich im Prinzip auf Late Night Shows stehe aber die „Oliver Pocher Show“ ist einfach so schlecht, dass es wirklich schon weh tut.