Allerdings nach einer schweren „Schlappe“, zumindest wenn man die Meinung der Opposition zu Rate ziehen möchte. Wahr ist jedoch, dass der dritte Wahlgang nötig war um Wulff zum Bundespräsidenten zu machen. Am Ende waren es dann aber doch 625 Stimmen von insgesamt 1244. Kein überragender Sieg, nicht mal ein Klaret aber es ist wie im Fußball: am Ende zählt nur das Ergebnis.
In der FAZ äußerte sich FDP-Generalsekretär Lindner dahingehend das die fehlenden Stimmen in den ersten beiden Wahlgängen in der Union zu suchen sein. Bewundernswert fand ich daraufhin jedoch die Reaktion von Bundeskanzlerin Merkel, die dies keineswegs weit von sich schob, sondern eher zaghaft vor übereilten Schlussfolgerungen warnte. In der Politik schon fast so etwas wie ein Schuldbekenntnis.
Ich persönlich bin nicht wirklich glücklich mit Wulff als Bundespräsident – obwohl dieses Amt nicht wirklich viel Macht inne hat. In der Vergangenheit hat er auf mich immer ein wenig Profillos gewirkt, fast schon wie das berühmte Fähnchen im Wind. Na ja, wir werden sehen was das Amt aus ihm macht.
Natürlich gab es den einen oder anderen „lustigen“ Einspieler, der darauf abzielte die deutsche Jugend, also die Erstwähler, als total verblödet hinzustellen. Ich bin kein großer Fan von Franz Müntefering, doch der SPD-Dinosaurier ist gleich in die Bresche gesprungen: gute gemacht!