Ich bin ein echter Fan der öffentlichen Verkehrsmittel, dass meine ich ganz ohne Ironie und Hintergedanken aber manchmal, da passieren Dinge, die sollten einfach nicht passieren. So zum Beispiel U-Bahn Fahrer, die so rasant anfahren, dass man nichts anderes tun kann, als auf die Fresse zu fliegen.

eierIch habe es in der Vergangenheit des Öfteren gesehen, dass Menschen, vor allem Senioren oder Kinder, hinfallen, nur weil ein U-Bahn Fahrer wieder mal meinte so schnell anzufahren wie in einem Formel-1 Rennen. Eigentlich rege ich mich immer darüber auf, wobei ich sagen muss, dass die Frankfurter Bus Fahrer noch ein Tick schlimmer sind.

Was ist passiert? Warum schreibe ich darüber in meinem Blog? Ganz einfach: Ich habe heute Mittag Emily, meine älteste Tochter, von der Schule abgeholt. Wir fahren dann, so wie immer, mit der U-Bahn heim, was so etwa 15 Minuten dauert. Wir steigen ein und es ist relativ voll. Emily bekommt einen Sitzplatz und ich bleibe einen Moment stehen. Eine Station später steigt dann jemand aus und ich will mich dort hinsetzen. Ich rücke also gerade Emily’s Schulranzen zurecht und will mich hinsetzen, als die U-Bahn losfährt wie vom Blitz getroffen. Da ich gerade in seitlicher, halb gebückter Haltung war, kann ich mich nicht halten und falle meinen Sitznachbarn direkt in den Schoß: Ellenbogen voraus, direkt in die Leistengegend des guten Mannes. Ich höre nur ein leises stöhnen, sehe ein bleiches Gesicht und kann eigentlich nicht mehr sagen als: „Es tut mir leid, alles ok?“. Nun ja, er hatte die nächsten paar Sekunden keine Luft um mir antworten zu können und ganz ehrlich, er sah alles andere als ok aus. Nun ja, zum Glück hat er es nicht allzu eng genommen, als er denn dann mal wieder atmen und reden konnte. Blöd war es trotzdem.

Was will ich damit sagen?

„Ihr beschissenen U-Bahn Fahrer. Wartet gefälligst ein paar Sekunden bevor ihr los fahrt und noch ein Tipp: es gibt auch was anderes als Vollgas!“