Tag: Tod

Terry Pratchett denkt über Selbstmord nach

Fantasy Fans auf der ganzen Welt kennen Sir Terence David John Pratchett alias Terry Pratchett als den Erfinder der Scheibenwelt und vieler weiterer meist skurriler Geschichten. Der Engländer hat mehr als 600 Millionen Bücher verkauft und seine Romane wurden in 37 Sprachen übersetzt. Was viele nicht wissen: Bei dem mittlerweile 63-jährige wurde 2008 Alzheimer diagnostiziert und – was weitaus erschreckender ist – scheint Pratchett auch über Selbstmord nachzudenken.

Wie die britische Zeitung „The Guardian“ vor berichtete, hat sich Terry Pratchett bereits die notwendigen Formulare von der Schweizer Dignitas Klinik schicken lassen, welche die notwendigen Voraussetzungen für einen assistierten Selbstmord bzw. aktive Sterbehilfe darstellen. Der Freitod würde dann auch in der Schweiz stattfinden, da in England selbst – so wie in vielen anderen europäischen Ländern – ein solches Vorgehen nicht vom Gesetzgeber gedeckt wird.

„Das Einzige was mich davon abhält die Formulare zu unterschreiben ist der Film den ich gemacht und noch ein verdammtes Buch zu schreiben habe“, sagte Pratchett in eine Fragrunde während des Sheffield Documentary Festivals. Bei dem benannten Film handelt es sich im Übrigen um „Terry Pratchett: Choosing to Die“, der im Juni auf BBC2 gezeigt wurde. Auch dort dreht sich alles um das Thema Freitod. Pratchett begleitet den Hotelier Peter Smedley bei seinem Selbstmord und zeigt den Moment des Todes.

Ob Pratchett schlussendlich in die Schweiz reisen wird, um dort seinem Leben ein Ende zu setzen, ist bislang nicht klar. 70 Prozent der Menschen, die die notwendigen Formulare unterzeichnen, erscheinen am Ende nicht in der Klink, so Dignitas.


Steve Jobs ist tot

Es gibt immer wieder Mal Meldungen an denen man nicht vorbei kommt. Heute ist Apple-Gründer Steve Jobs gestorben. Für die Meisten dürfte der Tod von Jobs keine sonderliche Überraschung gewesen sein, da er schon seit einiger Zeit schwer krank war. Was für mich hingegen überraschend war, waren die unterschiedlichen Reaktionen auf seinen Tod.

Auf Facebook konnte man unzählige Kommentare dazu lesen. Viele davon waren nur wenige Sätze lang, manche bestanden sogar lediglich aus dem allseits bekannten R.I.P.. Merkwürdig hingegen waren die Menschen, die dann noch den virtuellen Knüppel heraus holen mussten. Dies ging von einer äußerst pietätlosen Bekundung von Freude über den Tod von Jobs, bis hin zu den Menschen, die jene Facebook-User angriffen, die den Tod von Jobs betrauerten. Eine merkwürdige und in diesem Fall auch traurige Welt.

Ich persönlich bin nicht sonderlich betroffen von dem Tod von Steve Jobs. Ich kannte den Mann nicht und hatte auch sonst keine – wie auch immer geartete – Beziehung zu dem Apple-Gründer. Ich gehöre aber auch zu denen, die kein einziges Apple-Gerät besitzen. Der Tod gehört zum Leben dazu und so gesehen gehen meine Gedanken an die Hinterblieben, die trauern.

In dem Bild, welches ich dem Artikel hinzugefügt habe, sieht man das Kommentar von Bill Gates, der ein paar Sätze zu de Tod von Steve Jobs über Facebook geschrieben hat. Ein – wie ich finde – sehr passendes Kommentar.


Dagmar Berghoff weiß wann sie stirbt

Oder sagen wir es so, sie meint es zu wissen. Die ehemalige Tagesschausprecherin war die Tage bei Markus Lanz zu Gast und hat so einigen heiße Luft zum Besten gegeben. Das spannendste war dann aber wirklich die Bekanntgabe das sie meint zu wissen wann ihr genaues Todesjahr ist.

Woher sie das weiß? Ganz einfach, sie war auf dem Jahrmarkt im Hamburg im Zelt einer alten Zigeunerin, die hat ihr vorausgesagt wann sie sterben wird. Für mich ist das in etwa so glaubwürdig wie die Online-Tools mit denen man das eigene Lebensende berechnen kann aber vielleicht ist die gute Frau Berghoff mit ihren 68 Jahren nicht nur ein wenig altersmilde geworden sondern vielleicht auch ein wenig wunderlich?

Ach ja, das Todesjahr haben ihr auch noch zwei weitere Heiler auf dem Land vorausgesagt. Vollkommen unabhängig voneinander. Fassen wir zusammen: Frau Berghoff treibt sich in Zigeunerzelten auf Jahrmärkten herum und sucht verschiedenste „Heiler“ auf dem Land auf. Irgendwas läuft da doch schief, oder?


Die Gäfgen Entschädigung

Als Einleitung kurz zusammengefasst: Magnus Gäfgen entführte und ermordete den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler. Nun bekommt er eine Entschädigung vom Land Hessen, in Höhe von 3.000 Euro zugesprochen. Ihm wurde während des Verhörs Folter angedroht, wenn er nicht den Aufenthaltsort seines Opfers bekannt geben würde. Das tat er dann auch, leider zu spät. Der Junge wurde tot in einem Tümpel gefunden.

Das Ganze ist auf jeden Fall eine harte Probe für jeden Menschen mit ein wenig Rechtsempfinden und auch mein erster Impuls war: „Zur Hölle, das kann doch wohl nicht wahr sein. Er hat ein Kind getötet und verlangt jetzt auch noch eine Entschädigung, weil er schlecht behandelt worden ist?“ Nachdem ich mich aber ein wenig beruhigt hatte, kann man das Urteil des Gerichts schon ein Stück weit nachvollziehen. Oder sagen wir ich kann es zumindest. Ich möchte mir hier nicht anmaßen, für die Allgemeinheit zu sprechen.

Worum geht es also eigentlich? Gäfgen wurde festgenommen und die Polizei wollte den Aufenthaltsort von Jakob erfahren. Gäfgen stellt auf stur und sagt erst mal gar nichts. Die Beamten versuchen alles aber es fruchtet nichts. Dann kommt schließlich einer der Beamten auf die Idee etwas härter vorzugehen und droht ihm Folter an. Darf so etwas in einem Land passieren, das sich Rechtsstaat nennt? Die einzig mögliche Antwort kann eigentlich nur „Nein“ lauten. Würden wir so etwas tolerieren, wären wir nicht besser als jedes x-beliebige Regime, das wir sonst immer so verteufeln.

Menschlich kann ich das alles nachvollziehen. Hätte ich in dieser Situation dasselbe gemacht? Ich weiß es nicht! Als Vater von zwei Töchtern weiß ich aber, dass ich persönlich sicherlich nicht zimperlich mit jemandem umgehen würde, der eines meiner Kinder entführt hätte. Dies alles legitimiert aber nicht den Staat solche Mittel aufzufahren. Vor allem muss man sich vor Augen führen, dass all dies an einem Zeitpunkt passiert ist, an dem Gäfgen noch gar nicht rechtskräftig verurteilt worden ist.

Wenn so etwas erlaubt ist, wie weit sind wir dann davon entfernt, dass unschuldige Menschen aus ihren Wohnungen gezerrt werden – aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen – und gefoltert werden? Wir regen uns über die Gestapo, die Stasi und alle anderen auf, die so handeln. Vollkommen zu Recht. Dann dürfen wir aber für uns keinen anderen Maßstab ansetzen. Ich unterstütze auf jeden Fall das Urteil des Frankfurter Landgerichts, auch wenn mich manch einer da draußen vielleicht nicht verstehen kann.


Ein Nachruf auf Leslie Nielsen

So langsam aber sich gehen sie alle dahin: die Helden der Kindheit. Nun war Leslie Nielsen per se nicht der Standardtyp eines Helden aber er hat mich in meiner Kindheit und Jugend so oft zum Lachen gebracht, unzählige Male. 84 Jahre alt ist der Kanadier geworden, ein respektables Alter aber dennoch viel zu früh.

Den ersten Film an den ich mich bewusst erinnern kann – in dem ich Leslie Nielsen bewundert habe – war „Kentucky Fried Movie“, eine Film von David Zucker, der die damalige Medienlandschaft der 1970er Jahre ohne Gnade auf die Schippe genommen hatte. Danach gab es „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, ohne Zweifel ein absoluter Klassiker im Comedy-, besonders aber im Slapstick-Genre.

Was ich an Leslie Nielsen immer bewundert habe war nicht nur seine schauspielerische Leistung, etwas das bei Comedians durchaus nicht immer gegeben ist, sondern vor allem auch seine Fähigkeit sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen und sich für nichts zu schade ist.

Ich werde Dich vermissen Leslie Nielsen und hoffe das dort, wo immer Du bist, auch andere zum Lachen bringen kannst, so wie Du es bei mir geschafft hast.


Michael Jackson ist tot

Mit nur 50 Jahren stirbt Michael Jackson, der „King of Pop“, an den Folgen eines Herzstillstandes in einem Krankenhaus in Los Angeles / Kalifornien. Seit Stunden hatten sich die verschiedensten Gerüchte um den Gesundheitszustand von Michael Jackson in den Medien gerankt. Die Los Angeles Times berichtete sehr früh davon, dass Jackson mit einem Herzstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, während der Internetdienst TMZ sogar so weit ging, bereits von dem Tod des „King of Pop“ zu berichten. Gegen 1 Uhr nachts kam dann die endgültige Meldung über den Tod von Michael Jackson.

jacksonDie US-Tageszeitung Los Angeles Times berichtete in ihrem Online Portal ausführlich und sehr detailliert über die Geschehnisse, hier das Protokoll vom 26. Juni, der Tag an dem Michael Jackson verstarb (Uhrzeiten in Los Angeles‘ Lokalzeit):

14:12 Uhr: Der Notarzt wird zu der Adresse gerufen, an der Michael Jackson ein Haus gemietet hat. Angaben der Los Angeles Times zufolge, handelt es sich dabei um ein Objekt, welches 100.000 US-Dollar im Monat kostet. Es befindet sich etwa 2,5 Meilen, was in etwa einer 6-minütigen Autofahrt entspricht, von dem UCLA Medical Center entfernt.

14:26 Uhr: Der Feuerwehrmann Steve Ruda berichtet, dass der Notarztwagen bei der beschriebenen Adresse eintrifft. Zu diesem Zeitpunkt atmet Jackson schon nicht mehr. Es werden sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet und Jackson wird zum Krankenhaus gebracht.

14:46 Uhr: Michael Jackson befindet sich im Ronald Reagan UCLA Medical Center. Sein Zustand ist kritisch und er liegt im Koma. Ein Polizeibeamter berichtete der Los Angeles Times, dass seine Familie ebenfalls im Krankenhaus eintrifft.

15: 15 Uhr: Michael Jackson wird von Ärzten im UCLA Medical Center für tot erklärt. Er kam nach seiner Einlieferung nicht mehr zu Bewusstsein.

(continue reading…)


David Carradine ist tot

Einer der ganz Großen der Schauspielkunst, David Carradine, ist tot. Der 72-jährige wurde am frühen Morgen des 4. Juni, in seinem Apartment in Bangkok (Thailand) gefunden. Zum momentanen Zeitpunkt scheint es widersprüchliche Meldungen, bezüglich der Todesursache zu geben.

Der Manager Carradine’s, beteuerte gegenüber dem US-amerikanischen TV Sender Fox News, dass der Schauspieler eines natürlichen Todes gestorben sein, wohingegen der US-Nachrichtensender CNN und die Zeitung „The Nation“, meldeten, dass David Carradine sich mit einer Gardinenkordel erhängt hat.

Unabhängig von der Todesursache, ist es einfach nur sehr traurig, David Carradine nun nicht mehr auf der Bühne oder in Filmen sehen zu können. Er spielte in solch Klassikern wie „Fackeln im Sturm“ oder „Kung-Fu“. Zuletzt konnte er ein Comeback feiern, nachdem er in den „Kill Bill“ Filmen zu sehen war.

Ruhe in Frieden!


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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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