Tag: TV

Chin Meyer kann nur Lustig?

Markus Lanz – seines Zeichens ZDF-Vorzeigetalker – hat heute wieder zum Gespräch geladen. Mit dabei waren Karl Moik, Grünen Politikerin Bärbel Höhn, Pirat Gerwald “Faxe” Claus-Brunner, Journalist und Autor Dr. Hajo Schumacher und Finanzkabarettist Chin Meyer. Das Thema war „PPP“ (Nein, nicht Power Point Präsentation und auch nicht das Point-to-Point Protocol): Probleme, Penunzen und Piraten.

Ein echtes Thema, das alle gefesselt hätte, konnte ich nicht erkennen. Es ging um alles Mögliche, von der Art und Weise wie sich die Piraten nun in der Politik mache über Drogen bis hin zu Moik-Zögling Stefan Mross. Eigentlich hatte jeder etwas zu sagen, bis auf Chin Meyer. Bei dem Kabarettisten habe ich mich allen Ernstes gefragt, was der da überhaupt gemacht hat. Bezeichnend war auch, dass er nicht mal auf der ZDF-Webseite bei den heutigen Gästen von Markus Lanz aufgeführt worden ist. Da hat die ZDF-Online Redaktion wohl ähnlich gedacht wie ich.

Chin Meyer hat während der ganzen Sendung kein einziges vernünftiges Wort von sich gegeben. Jedes einzige Argument, jeden Diskussionsansatz hat der Meyer durch den Kakao gezogen. Ein paar Mal hatte ich gehofft das einer der Gäste oder vielleicht sogar der Moderator einfach mal sagt: „Chin, halt die Fresse, wenn Du nichts Vernünftiges zu sagen hast.“ Kam aber leider nichts. Schade.


Gedanken über Stefan Raab und Samy Deluxe

Alle eMails sind abgearbeitet, Kinder und Frau sind im Bett. Bevor ich mich also ans schreiben mache – momentan arbeite ich an einem Roman der auf einer Geschichte von Kafka basiert – möchte ich noch ein wenig runterkommen. Also schalte ich den Fernseher an und switche ein bisschen durch die Programme. Ich bleibe auf Pro7 bei TV Total hängen und Raab fängt gerade mit seiner Einleitung an. Es geht – wie eigentlich immer – um den einen oder anderen spaßigen Moment und natürlich, auch so wie immer, auf die Kosten anderer.

Nach fünf Minuten schalte ich angewidert um, nicht nur weil es einfach schlecht war, sondern auch weil ich kein einziges mal, noch nicht einmal ansatzweise geschmunzelt habe. Ich denke mir: „Ach, es ist doch Dienstag, da läuft doch Harald Schmidt“. Man könnte also sagen die bessere, intelligentere und niveauvollere Version von Stefan Raab. Prompt kommt Samy Sorge alias Samy Deluxe zu Gast. Ich bin kein großer Samy Fan, dafür weiß ich es aber durchaus zu schätzen was der Mann für den Hip-Hop gemacht hat.

Als wäre es Gedankenübertragung, fängt Samy an von dem schlechten Fernsehprogramm zu reden. Eigentlich verfällt er in einen regelrechten Monolog und auch den nachfolgenden Auftritt hätte er sich sparen können aber mit einer Sache hat er Recht gehabt. Er meinte das er es schade findet das sich das Fernsehen mit so viel Nichtsnutzigem beschäftigt und es nur noch um den Kommerz geht. Dabei wäre das Fernsehen doch in der Lage sehr viel wichtigere Dinge zu vermitteln. Dinge bei denen ich Samy beipflichte. Weise gesprochen, Herr Sorge.


Druckfrisch erhält den Deutschen Fernsehpreis

Sendungen über Literatur haben Seltenheitswert, nicht nur im deutschen Fernsehen. Mit großer Freude erinnere ich mich an das „Literarische Quartett“ zurück, in dem regelmäßig die literarischen Fetzen flogen. Solche Sendungen sind selten geworden, doch nicht komplett ausgestorben. „Druckfrisch“ gehört für mich zu den Pflichtsendungen und jetzt wurde dieses Format gewürdigt.

Dennis Scheck gibt „Druckfrisch“ ein Gesicht. Er führt Interviews, gibt seine Meinung preis und hält sich nicht zurück, sollte Kritik angebracht sein. Heute wurde der deutsche Fernsehpreis vergeben. Es gab – wie immer – eine Menge Nullnummern, die stellvertretend für das Niveau des Programms stehen aber auch die eine oder anderen Glanzpunkte.

„Druckfrisch“ hat dieses Jahr einen Sonderpreis erhalten und ich freue mich darüber. Vielleicht ist ja doch nicht Hopfen und Malz verloren. Weiter so!


Günther Jauch meets Rösler, Röttgen & Co.

Am heutigen Tag war es wieder soweit und Günther Jauch ist mit seiner (neuen) Talkshow im Ersten in eine weitere Runde gegangen. Zu Gast waren Philip Rösler, Norbert Röttgen, Klaus Wowereit, Beatrice Weder di Mauro und Dirk Müller. Das Thema war nicht nur das Wahldesaster der FDP in Berlin, sondern vor allem auch die Rettung des Euros. Welch ein spektakuläres Thema und wen wundert es: Es kam nichts Neues von den vermeintlichen Experten.

Bei Jauchs Talkshows wird dieses Mal keine neue Sau durchs Dorf getrieben. Viel mehr möchte sich der ARD-Star-Talker mit dem brandheißen Thema Euro-Rettung über die Zeit retten. Geschafft hat er es nicht und das lag nicht allein an dem durchgenudelten Thema. Es hat sich heute wieder das bestätigt, was ich von Anfang an befürchtet hatte: Günther Jauch mag ein akzeptabler Entertainer sein, doch von einem Polit-Talk, geschweige denn tiefsinnigen Gesprächen, hat er leider nicht die geringste Ahnung.

Die knappe Stunde Sendezeit zog sich wie Kaugummi. Am spannendsten waren noch die vollkommen schwachsinnigen Fragen von Jauch. So zum Beispiel die Frage in Richtung Rösler und Röttgen ob ein „gelernter“ Mediziner und Jurist denn überhaupt Ahnung von der Wirtschaft hätten. Bedeutet das im Umkehrschluss, das nur Menschen die Politikwissenschaft studiert haben, Politiker werden können? Oder mal eine Frage ich Richtung Günther Jauch, der seine Anfänge unter anderem als Sportmoderator beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks begonnen hat: Wie konnten sie denn so etwas tun, wo sie doch gar kein Sportler sind?


Frauen im Knast

Der Titel mag ein wenig irreführend sein. Tatsächlich geht es nicht um Frauen die inhaftiert sind, sondern um solche, die als Wärterinnen arbeiten. Gerade heute habe ich eine Dokumentation auf dem National Geographic Channel gesehen habe. Dort ging es um ein US-amerikanisches Hochsicherheitsgefängnis für Männer. Dort arbeitete eine Frau: etwa 1,55 Meter groß und so schätzungsweise 55 Kilo.

Ich habe mich gefragt, warum Frauen so was tun und welcher Schmock diese Frau überhaupt eingestellt hat? Für die erste Frage gibt es eine offensichtliche Antwort: Vielleicht handelt es sich um eine Frau, die gerne Gewalt über Männer hat, um so etwas zu kompensieren, dass ihr in ihrer Jugend oder Kindheit angetan worden ist. Ich weiß: alles Spekulation aber zumindest eine Theorie.

Das geht einher mit meinem Problem das ich nicht nur mit der Polizei im generellen habe, sondern im speziellen auch mit Frauen die diesen Beruf ausüben. Sollten Frauen den Polizeiberuf ausüben? Ich denke nein!


Alle Männer sind Schweine

So oder so ähnlich hätte sicherlich die Urteilbegründung im Kachelmannprozess sein sollen, wäre es nach dem Willen so mach verkappter Feministin gegangen, die mir ihrer Denke irgendwo in den 1970er Jahren stecken geblieben ist. Man kommt ja dieser Tage nicht darum herum irgendeine „Fachfrau“ zu hören, die gefährliches Halbwissen von sich gibt und erschreckenderweise denkt, sie wäre auch noch im Recht und alle Männer weltweit müssten ihr zu Füßen fallen: aus Demut, weil sie die Tollste ist und überhaupt auch nur deswegen weil man ein Mann ist und allein deswegen schon nur ein Mensch zweiter Klasse sein kann.

Wie auch Journalisten ihre zweifelhafte Objektivität zur Schau stellen, zeigt sich in einem Artikel der TAZ. Unnötig zu erwähnen, dass es sich um eine Frau handelt, die den wortgewaltigen Schwachsinn aufs Papier, beziehungsweise den Bildschirm gebracht hat. Sehr schön zusammengefasst hat es auch der Blogger Kollege von „Die Wahrheit über die Wahrheit“. Lesenswert, belustigend und auch gleichermaßen erschreckend. Da fordert die TAZ doch allen Ernstes (oder ist es vielleicht doch nur die Femini… äh … Journalistin?), dass der Täter beweisen müsse das nichts passiert sei. Irgendwie hat da jemand das Prinzip unseres Rechtsstaates nicht verstanden, oder?

Was jedoch noch beinahe schlimmer ist, dass solchen Menschen auch noch eine Plattform gegeben wird. Und ich rede hier nicht nur von der TAZ oder anderen Printmedien. Auch Talkshows, egal ob private Sender oder Öffentlich-Rechtliches Fernsehen. Überall der gleiche Schrott. Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!


Klaus Kinski fehlt

Der Kollege vom Nattermann Blog hat einen interessanten Post abgesondert, in dem es zwar generell um die Zeit geht, hat aber netterweise ein Interview von 1977 mit Klaus Kinski angehängt. Obwohl ich es schon kannte – ich habe es aber das letzte Mal bestimmt vor zehn Jahren gesehen – war es wieder Mal schön und ich habe mit direkt alle vier Teile angesehen.

Nachdem ich während des Interviews das eine oder andere Mal laut lachen, schmunzeln und auch nachdenklich drein schauen musste, habe ich zum Abschluss gegenüber den Anwesenden geäußert das so jemand wie Kinski heute fehlt. Dafür habe ich nur ungläubige Blicke, Stirnrunzeln und Unverständnis geerntet.

Jemand wie Kinski, egal ob man ihn mochte oder nicht, war ein Charakterkopf und polarisierte. Ich stelle mir vor wie jemand wie Beckmann oder Kerner, beides weichgespülte Dummbabler, heute mit so jemanden wie Kinski umgehen würden. Aber wahrscheinlich würden sie so jemanden nicht einladen.


Balance halten

Jeder hatte Physik in der Schule, jeder weiß was Gravitation ist (hoffe ich zumindest). Hin und wieder kann man aber einfach nur mit offenen Augen und Mund da sitzen und staunen. Zum Thema Fundstücke habe ich hier ein Video für euch, das wahrlich spektakulär ist. Anschauen und genießen.


Spezielles Spezialteil

Heute bei Stern TV gab es einen besonders „interessanten“ Bericht über künstliche Befruchtung bei Elefanten. Da fragt man sich manchmal wofür Sender so Geld ausgeben aber das ist ein anderes Thema. Der Doc steckt also Schultertief in der Elefantenkuh und sucht mit einem Ultraschallgerät nach den beiden Eierstöcken, kann aber nur einen finden. Dann nimmt er sich ein Stahlrohr und befestigt mit handelsüblichem Klebeband das Ultraschallgerät an dem Rohr um tiefer rein zu kommen. Der Reporter fragt ihn was denn sei und nach ein wenig Stotterei antwortet er dann: „Das ist ein speziell angefertigtes Spezialrohr. Hat mal 10.000 Euro gekostet.“

Aha. Ein speziell angefertigtes Spezialrohr also? So speziell das man das Ultraschallgerät mit Klebeband befestigen muss?!


Nackte Frauen während TV-Nachrichten

So manch einer denkt wirklich überhaupt nicht nach. Jeder der schon mal einen Büro Job gemacht hat weiß, dass nette Kollegen hin und wieder Bilder von nackten Frauen rumschicken oder lustige Videos oder sonst irgendwelche idiotischen Rundmails. Das allerdings jemand pikante Bilder öffnet, während die Kameras des Nachrichtensenders drauf halten, das ist neu.

Das Ganze ist während der „Seven Live“ Nachrichtensendung passiert, hier das passende Video dazu:

(continue reading…)


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    GEDANKEN... aus der Sicht und mit den Worten von: Andreas Schnell.
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