Es ist ein leidiges Thema, bereits vor der WM: Schiedsrichter treffen Tatsachenentscheidungen und können nicht auf technische Hilfsmittel wie zum Beispiel eine Zeitlupe zurückgreifen. Was in vielen anderen Sportarten bereits gelebter Alltag ist, wird von den Fußballverbänden noch immer nicht eingeführt. Warum?
Wer sich mal ein American Football Match angeschaut hat, dem sind bestimmt die röhrenartigen Auswüchse am Spielfeldrand aufgefallen. Darin verstecken sich Monitore, die Schiedsrichter vor einer Entscheidung konsultieren können. Sieht man sich dramatische Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern bei der WM in Südafrika an, wie zum Beispiel bei dem Spiel Deutschland vs. England oder Argentinien vs. Mexiko, kann man nicht verstehen warum dies auch nicht im Fußball eingeführt wird.
Die Ausrede das dies den Spielfluss oder die Dynamik aus dem Spiel nehmen würde, kann man eigentlich nicht gelten lassen. Der Monitor müsste ja nicht immer konsultiert werden, wird er bei anderen Sportarten ja auch nicht. Eben nur bei den Entscheidungen die der Schiedsrichter nicht perfekt erfassen konnte. Eine Alternative wäre auch das der vierte Offizielle dem Schiedsrichter über Funk – Verbindung besteht ja sowieso – mitteilt was er gesehen hat. Das würde unter Umständen noch schneller gehen. Ich bin gespannt ob sich die Fußball-Offiziellen noch lange vor dem Druck der Öffentlichkeit verstecken können.
